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12.03.2010- Aktuell

«Der Alkohol muss weg vom Steuer»

Mehr Unfälle, mehr Verletzte, weniger Tote. So lautet die Bilanz der kantonalen Verkehrsunfallstatistik 2009. Bei Männern kracht es deutlich häufiger als bei Frauen.

Von Armando Bianco
St. Gallen. – 3842 Verkehrsunfälle registrierte die St. Galler Polizei im letzten Jahr. Das sind 32 mehr als 2008. Die Zahl der Verletzten stieg leicht an. Abgenommen hat hingegen die Zahl der Personen, die im Verkehr ihr Leben lassen mussten, 20 Personen waren es im Jahr 2009. Die Zahl der Toten hat sich in den letzten 40 Jahren massiv verringert. 1971 starben im Kanton St. Gallen 143 Personen im Strassenverkehr, 1991 waren es 54, zehn Jahre später noch 26. Wie Sepp Hutter, Chef der kantonalen Verkehrspolizei, gestern vor den Medien ausführte, ist hingegen die Zahl der Verletzten über die letzten Jahre hinweg konstant geblieben.
Ausweise auf der Stelle entzogen
Geschwindigkeit ist in 20 Prozent die Ursache für einen Verkehrsunfall und in 15 Prozent für einen Unfall mit tödlichem Ausgang. Neun Prozent aller Unfälle entstehen unter Alkoholeinfluss, in fünf von 100 Fällen ist Alkohol auch die Ursache für Tote im Strassenverkehr. 565 Lenkern wurde der Führerausweis bei Kontrollen im letzten Jahr auf der Stelle entzogen, weil der Alkoholgehalt im Blut über 0,8 Promille lag. Grundsätzlich, so Sepp Hutter, zeige sich aber immer wieder dasselbe Bild, die überwiegende Mehrheit der angetrunkenen Lenker weist einen Wert von über 1,2 Promille auf. «Der Alkohol muss weg vom Steuer», forderte er deshalb.
Aufgeräumt hat der Verkehrspolizei-Chef gestern mit dem Vorurteil, Frauen würden «schlechter» Auto fahren als Männer. 63 Prozent aller unfallbeteiligten Personen sind Männer, bei den Schwerverletzten und Toten liegt der Anteil dieses Geschlechts sogar noch viel höher.
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