Nordkorea will nicht mit den USA reden

NORDKOREA ⋅ Nordkorea will die Olympischen Winterspiele in Südkorea nicht für Gespräche mit den USA nutzen. "Wir erklären eindeutig, dass wir nicht bereit sind, während unseres Besuches in Südkorea mit der US-Seite zusammenzutreffen".
08. Februar 2018, 04:49

Dies sagte ein hoher Beamter des Aussenministeriums in Pjöngjang nach südkoreanischen Medienberichten vom Donnerstag.

Beide Seiten sind bei der Eröffnung der Spiele an diesem Freitag im südkoreanischen Pyeongchang ranghoch vertreten. Während die US-Delegation von Vizepräsident Mike Pence angeführt wird, sendet Nordkorea mit Kim Yo Jung die einflussreiche Schwester von Machthaber Kim Jong Un sowie Parlamentspräsident Kim Yong Nam, der als protokollarisches Staatsoberhaupt fungiert.

Einen Tag vor der Eröffnungsfeier plante Nordkorea am Donnerstag eine grosse Militärparade in der Hauptstadt Pjöngjang, doch liess der Beginn am Morgen zunächst auf sich warten. Beobachter rechneten damit, dass Bilder vielleicht erst am späteren Nachmittag Ortszeit (Vormittag MEZ) im Staatsfernsehen gezeigt werden. Journalisten waren nicht eingeladen.
 

Nicht betteln

Mit der Waffenschau will Kim Jong Un trotz der jüngsten Annäherung an Südkorea militärische Stärke demonstrieren. Das Säbelrasseln gegenüber Südkorea und den USA überschattet den Auftritt nordkoreanischer Sportler an der Seite ihrer südkoreanischen Kollegen bei den Winterspielen.

Bei der Absage an Gespräche mit den USA sagte der Beamte des nordkoreanischen Aussenamtes: "Wir haben niemals um einen Dialog mit den USA gebettelt." Das werde sich auch in Zukunft nicht ändern, zitierte ihn die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA laut südkoreanischer Nachrichtenagentur Yonhap. (sda/dpa)


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