Dieser Alarm bereitete beim Sirenentest Probleme

SIRENENTEST ⋅ Im ganzen Land haben am Mittwochnachmittag während einer Minute rund 5000 stationäre Sirenen geheult. Zusätzlich soll die Bevölkerung ab Herbst durch Push-Nachrichten auf dem Smartphone vor Katastrophen gewarnt werden. Probleme gab es beim Wasseralarm.
07. Februar 2018, 17:40

Der Alarm sei am Mittwoch um 13 Uhr 30 ausgelöst worden, wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) mitteilte. Laut BABS-Sprecher Kurt Münger hat der allgemeine Alarm "gut" funktioniert. Die Fehlerquote bei den Sirenen habe zwei Prozent betragen. Bei der Auslösung des Wasseralarms seien in mehreren Kantonen Probleme aufgetreten. Diese sollen so bald wie möglich behoben werden.

Die rund 2200 mobilen Sirenen seien dagegen nur teilweise getestet worden. Über die insgesamt rund 7200 Sirenen soll die Bevölkerung im Katastrophenfall alarmiert werden.

Das BABS arbeitet mit Kantonen, Gemeinden und Stauanlagenbetreibern daran, dass die Alarmierungssystemen immer auf dem neusten Stand sind.

Am 14 Uhr 15 wurde am Mittwoch der Wasseralarm ausgelöst. Dieser bedeutet, dass eine unmittelbare Gefährdung unterhalb einer Stauananlage besteht. In diesem Fall müsste die Bevölkerung das gefährdete Gebiet sofort verlassen.
 

App als Alternative

Ergänzend zum Alarmierungssystem via Sirenen und Radio wird die Bevölkerung laut dem BABS auch über Alertswiss informiert. Im Herbst 2018 soll eigens dafür eine App lanciert werden.

Denn insbesondere die rund eine Million Menschen mit einer Hörbehinderung im Land werden mit dem traditionellen Sirenenalarm nur ungenügend erreicht.

2017 hatten Gehörlosenverbände noch in vier Städten wegen Diskriminierung demonstriert. In diesem Jahr seien dagegen keine Kundgebungen geplant gewesen, teilte eine Sprecherin des Schweizerischen Gehörlosenbunds (SGB) auf Anfrage mit. Es sei "positiv", dass ab Herbst nun über die Alertswiss-App auch hörbehinderte Menschen via Push-Meldungen informiert werden können. (sda)


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