Nordische Lieder zum Jubiläumsstart

ALTSTÄTTEN ⋅ Das Diogenes-Theater feiert heuer sein 40-jähriges Bestehen und bietet gleich vier Eigenproduktionen. Den Anfang macht der Diogenes-Chor mit seinem Konzert «55° Nord – Fröhliche Brise aus dem Norden».
02. Februar 2018, 05:17
Gerhard Huber

Gerhard Huber

Vierzig Jahre Kleintheater Diogenes. Das heisst vierzig Jahre Kleinkunst, Konzerte, Theater, Kabarett. Vierzig Jahre Kreativität und künstlerisches Schaffen. Das «Diogenes» ist erwachsen geworden. Was aber kein Grund sein soll, künftig in eingefahrenen Bahnen zu denken. Nein, wie auch das Motto des diesjährigen Programmheftes zeigt: «Neugierig sein und neugierig bleiben».

«Wir wollen unser Jubiläumsjahr nicht zum Jahr der Rückblicke machen, sondern vielmehr frisch in die Zukunft gehen, aktiv und lebendig sein und ein attraktives, vorwärts gerichtetes Programm präsentieren», erzählt Michel Bawidamann, Präsident des Vereins Diogenes-Theater. Dennoch wird es natürlich eine Jubiläumsfeier geben. Ganz im Stil des «Diogenes» mit einem Doppelkonzert mit Philipp Fankhauser und Peter Lenzin und Freunden. Am 23. Juni wird es soweit sein.

Mit vier Eigenproduktionen zurück zu den Wurzeln

Und in einem anderen Sinne wagt das Diogenes-Theater dieses Jahr auch einen Schritt zurück zu den Wurzeln. Es werden nämlich angelehnt an die Anfangsjahre wieder vermehrt Eigenproduktionen entstehen und aufgeführt. Gleich vier! Eine Riesenleistung für ein derart kleines Theaterhaus. Den Anfang wird der Diogenes-Chor mit der Produktion «55° Nord – Fröhliche Brise aus dem Norden» machen. War das Thema der letzten, legendär ­gewordenen Freiluftproduktion vom Mai und Juni 2015 noch der «Sound des Südens» mit mediterranen Liedern, so widmen sich die Sängerinnen und Sänger dieses Mal dem hohen Norden, den Ländern entlang des 55. Breitengrads. Unter der Regie von Urs Stieger, der auch das Konzept zur Aufführung entworfen hat, trifft sich der melancholische, oft schwermütige und dennoch manchmal vor Freude am Leben innerlich sprühende Sound der winterlichen Dunkelheit Skandinaviens, des nördlichen Osteuropas und Grönlands mit der geigenbetonten Fröhlichkeit der Guinness und Freiheit liebenden Iren. Eine Mischung von Volksliedern mit populärer und nordischer Musik. Da wechseln sich auf der Bühne Elfen mit schottisch trinkfesten Herren und traditionell gekleideten Frauen ab.

Lieder in Originalsprachen gesungen

Die Lieder werden selbstverständlich jeweils in ihrer ursprünglichen Sprache gesungen. Was umfangreiche Proben und Vorbereitungen nötig macht. «Wir haben für die korrekte Aussprache extra Sprachlehrer bei­gezogen», sagt Urs Stieger, der fünfzehn Jahre lang am Landeskonservatorium in Feldkirch tätig war. So wird das Publikum sozusagen zum Auftakt des Diogenes-Jubiläums-Jahres ab dem 16. Februar im Altstätter Kleintheater irische Balladen, schamanische Gesänge der Karelier aus Finnland, moderne Popsongs aus Schweden, russische Spottlieder sowie Trinklieder aus den Pubs und Häfen Irlands und Schottlands hören und erleben dürfen.

www.diogenes-theater.ch/programm/diogeneschor-55-nord/


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