Obervogel 27 ist Alex Baumgartner

REBSTEIN ⋅ Obervogel zu werden ist eine Ehre. Es ist eine fasnächtliche Auszeichnung für besonderes Engagement fürs Dorfleben. Neu in die Reihen der zwitschernden Honoratioren aufgenommen wurde der Turnvereinspräsident.
03. Februar 2018, 08:18
Max Tinner

Max Tinner

Die Obervogelwürde wird in Rebstein alljährlich jemandem zuteil, der sich in herausragender Art und Weise fürs Dorf- und Vereinsleben einsetzt. Und weil es sich dabei um eine fasnächtliche Ehrung handelt, sollten potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten auch die Fasnacht mögen.

Letzteres wird Alex Baumgartner heute an der Rebschter Fasnacht unter Beweis stellen können. Er steckte nämlich gestern unter der Hühnermaske, die alljährlich dem neuen Obervogel übergestülpt wird, bevor er vom vereinigten Obervogelschwarm und von den Burgtätschern von der Burg auf den Dorfplatz geführt wird.

Ein Kumpeltyp, der glänzend Theater spielt

Baumgartner ist Präsident des Rebsteiner Turnvereins. Er koordiniert den Verein aber nicht nur. Er nimmt sich auch die Zeit, um die Jugendlichen in die Lager zu begleiten. Er sei auch schon Lagerkoch gewesen, würdigte Benno «9» Keel Baumgartners Verdienste. Und er wirke als Trainer, früher von Jugendlichen, heute auch von Erwachsenen.

Nicht minder gefällt den Obervögeln seine Geselligkeit. Alex Baumgartner sei «ein Kumpeltyp», er singe gerne Schunkellieder und sei nicht selten der letzte, der sich nach einem Trainingsabend auf den Heimweg mache.

Beeindruckt hat die Obervogel-Jury auch Baumgartners schauspielerisches Talent, besonders in schrägen Rollen. In solchen habe er die Leute schon des Öftern zum Lachen gebracht. Besonders gefiel Baumgartner offenbar als schwuler Coiffeur-Stift Jean: «Eine legendäre Rolle», meinte Keel anerkennend.

Die Wahl des Obervogels obliegt einer ausgesprochen kleinen Jury aus den Reihen der bisherigen Geehrten. Bis zur Enthüllung wüssten lediglich drei Obervögel Bescheid, versicherte Benno Keel. Auch er als Verleser der Laudatio werde erst eine halbe Stunde vor dem grossen Augenblick ins Bild gesetzt.

Die Geheimniskrämerei weckt den Gwunder

Die Geheimniskrämerei um die Obervogelehrung macht den Anlass ausserordentlich interessant. Auch dieses Jahr bevölkerten zahlreiche Schaulustige den Dorfplatz. Eröffnet wurde das Spektakel von der Rüthner Guggenmusik Rhii-Jooli. Nach der Obervogel-Demaskierung hatte die Perchtengruppe Riettüfeltriber einen beeindruckenden Auftritt. Bevor sich die Obervögel zum Verlesen ihrer Schnitzelbank «Körnlibank» auf Beizentour begaben, gab ausserdem die dorfeigene Guggenmusik Burgtätscher noch ein Konzert.

Hinweis

Wer mehr über das närrische Treiben der Obervögel wissen möchte, findet viel Vergnügliches auf www.obervoegel.ch.


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