In Rebsten waren politische Narren unterwegs

FASNACHT ⋅ So machen Fasnachtsumzüge besonders Spass: Wenn Ideenreichtum sie prägt und Sujets mit Lokalbezug vertreten sind.
05. Februar 2018, 05:17
Gert Bruderer

Gert Bruderer

Der Turnverein brachte die laufenden Fusionsbestrebungen originell an die Fasnacht. Einer Pro-Fusion-Demo folgte als zweite Kundgebung jene von Gegnern, deren Aggressivität zum Glück gespielt war.

Die Fussballer, speziell deren Nachwuchs, nutzten die Gunst der fasnächtlichen Stunde, indem sie für ein Projekt warben, das der breiten Öffentlichkeit demnächst vorgestellt wird und dessen Titel «Birkenau 2025» lautet. Die jedes Jahr originelle Ferien GmbH nahm den (in Rebstein lebenden) Ex-Ski-Star und fünffachen Gesamt-Weltcup-Sieger Marc Girardelli aufs Korn. Allerdings machten die Fasnächtler aus Girardelli Skirardelli – und natürlich war sein von Nebengeräuschen begleiteter Abschied vom SRF-Expertenteam das Thema.

Der Diepoldsauer Hans Rohner betätigte sich einmal mehr mit einem Traktor als «Ein-Mann-Gruppe», wobei der Traktor diesmal perfekt passte: Rohner erinnerte an den Vorschlag von Rheintaler Kantonsräten, Besitzer von Oldtimern von der Strassensteuer zu befreien. Diese Idee hatte so viel Unverständnis und Ironie bewirkt, dass es an der Fasnacht ganz einfach vorkommen musste.

Das Publikum bekam eine erfreuliche Mischung geboten. Viele treue Gäste waren dabei, wie der Blauring Balgach, der seit Generationen teilnimmt und der diesmal die Natur und Umwelt thematisierte. Die insgesamt 41 Gruppen bedeuteten die Teilnahme von rund 800 Narren.


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