Roger Federer trifft Roger Federer

WIDNAU ⋅ Noch bevor der Tennisstar Roger Federer am Dienstag am Flughafen Zürich aus Australien eintraf, ­machte der Widnauer Plastiker Roger Federer mit seinem Stahlbild die wartende Presse auf sich aufmerksam.
02. Februar 2018, 05:17
Susi Miara

Susi Miara

Über 200 Fans warteten am Dienstag in der Ankunftshalle des Flughafens Zürich auf den Tennisstar Roger Federer. Unter ihnen auch sein Namensvetter, Roger Federer aus Widnau. Im Gepäck hatte er ein 1,25 mal 0,95 Meter grosses und 22 Kilo schweres Stahlbild, das den Tennisstar in Action zeigt. Doch plötzlich rückte er mit seiner Aktion selbst in den Fokus der wartenden Journalisten. «Sie haben sich alle auf mich gestürzt», sagt er, «sogar das Schweizer Fernsehen.» Auf die Reaktion der Presse sei er überhaupt nicht vorbereitet gewesen. «Ich wollte mit dieser ­Aktion keine Werbung für mich machen, sondern war nur aus Anerkennung und Respekt gegenüber Roger Federer vor Ort.»

Erstes Treffen der zwei Federers

Oft hat der Widnauer Federer mit Bernecker Wurzeln versucht, sich mit seinem Namensvetter zu treffen. Diesmal wurde er nicht enttäuscht. Sein Stahlbild fiel auf und der Tennisprofi wollte natürlich wissen, was der Widnauer Plastiker geschaffen hat. «Es wurde aber nur ein kurzes Gespräch und ein herzliches Händeschütteln», sagt Roger Federer.

Er sei so nervös gewesen, dass er komplett vergass, ihm zu gratulieren und ein Foto zu machen. Trotzdem habe ihm das Verhalten des Tennisstars imponiert. «Er nahm sich für seine Fans wirklich viel Zeit, obwohl er sehr müde wirkte.»

Stahlbild wird versteigert

Aus Sympathie habe er sich entschlossen, das Stahlbild zugunsten der Federer Foundation zu versteigern. «Ich muss mir noch überlegen, wie ich es am besten anstelle, um dabei einen möglichst hohen Betrag für die Foundation zu erzielen.

Die Figur auf dem Bild wurde mit Freihand-Plasma auf zwei Millimeter Stahlblech ausgebrannt. Auf der Rückseite befindet sich eine LED-Kette. So kann das Bild mit der Fernbedienung farblich verändert und zum Leben erweckt werden.

Roger Federer versteht sich als kreativer Stahlveredler. Sei- ne künstlerische Laufbahn begann er vor neun Jahren. Zuerst waren es kleine Figuren, später kamen dreidimensionale Skulpturen hinzu, die dann immer grösser und komplexer wurden.

Heute findet er seine Inspiration in alten Rocklegenden wie Jimmy Hendrix, Pink Floyd oder AC/DC und natürlich in seinem Idol und Namensvetter Roger Federer.
 

Roger Federer Foundation

Die Roger Federer Foundation unterstützt Bildungsprojekte in der Region des südlichen Afrikas und in der Schweiz. Das Engagement konzentriert sich im Ausland thematisch auf die Verbesserung der Bildungsqualität auf Primarschulstufe sowie der frühkindlichen Bildung. In der Schweiz steht die ausserschulische Förderung von Armut betroffener Kinder im Vordergrund.

Alle Aktivitäten werden von lokalen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) realisiert und jeweils in enger Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung umgesetzt. (pd)


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