Nach Widmers Rücktritt: CVP will überparteiliche Findungskommission

WITTENBACH ⋅ Gemeindepräsident Fredi Widmer tritt auf Ende Jahr zurück. Um eine Nachfolge zu finden, will seine Partei, die CVP, eine überparteiliche Findungskommission einsetzen.
09. Februar 2018, 18:01
Die CVP Wittenbach schlägt vor, für die Suche nach der Nachfolge des abtretenden Gemeindepräsidenten Fredi Widmer eine überparteiliche Findungskommission zu gründen. Das schreibt die Partei in einer Mitteilung. Widmer hat bekannt gegeben, dass er auf Ende dieses Jahres zurücktreten werde. Das 64-jährige CVP-Mitglied steht der Gemeinde Wittenbach seit Juli 2011 vor. 

Beim Rücktritt von Widmers Vorgänger Albert Etter 2010 präsentierte die CVP innert Tagen Widmer als neuen Kandidaten. Nun will sie eine überparteiliche Kommission einsetzen. Zieht die Partei die Konsequenzen aus dem missglückten Vorgehen bei den Gossauer Wahlen? «Jein», sagt Thomas Meister, Co-Präsident der CVP Wittenbach. Dass die CVP in Gossau mit ihrem Kandidaten an jenem einer Findungskommission gescheitert sei, spiele eine Rolle. «Viel wichtiger ist aber, dass wir – unabhängig von der Parteifarbe – eine Person für das Präsidium finden, die die besten Fähigkeiten mitbringt», sagt Meister. Natürlich wäre es ihm am liebsten, Widmers Nachfolge käme aus der CVP, so Meister. «Es geht aber darum, die fähigste Person zu finden. Das gelingt nur, wenn alle Parteien zusammenarbeiten.» 

Bei den übrigen Ortsparteien stösst der Vorschlag auf offene Ohren. Die SP signalisierte gegenüber dem «Tagblatt» Interesse an einer Zusammenarbeit, die FDP will nächste Woche an einer Vorstandssitzung darüber befinden, und die SVP hat der CVP die Mitarbeit in einer Findungsgruppe schon bestätigt. (al)

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