Die Vorboten der Wiga sind hochgezogen

BUCHS ⋅ Emsiges Treiben herrscht seit Montag auf dem Marktplatz. Täglich nehmen die vier Messehallen der Wiga 2017 immer mehr Form an. Die 19. Auflage der Werdenberger Industrie- und Gewerbeausstellung wird am 9. September eröffnet.
12. August 2017, 05:17
Heini Schwendener

Heini Schwendener

heini.schwendener@wundo.ch

Wiga-Bauchef René Hitz aus Grabs überblickt den Buchser Marktplatz zufrieden. Die Zeltbauer haben bisher sehr gute Arbeit geleistet. Mit dem Bau der vier Messehallen, sozusagen der Hülle für die Wiga, liegen sie im Zeitplan. Diesen einzuhalten ist allerdings auch sehr wichtig, denn in knapp einem Monat wird die Wiga eröffnet.

Ab dem 20. August beginnt dann die intensivste Zeit für den Bauchef und sein Team. Wenn die eigentliche Ausstellung entsteht, wenn Teppichböden verlegt, Stellwände aufgebaut, Wasser- und Stromanschlüsse montiert und schliesslich die Stände mit Produkten der Aussteller ausstaffiert werden, dann wird Hitz ein gefragter Mann sein. Dank seiner Ruhe und Besonnenheit sei es ihm bereits vor zwei Jahren gelungen, in dieser hitzigen Phase einen kühlen Kopf zu bewahren, sagt der Grabser, «das wurde auch geschätzt».

Denn egal, wie gut alles vorbereitet und geplant ist, in der Phase des Aufbaus der Stände kurz vor der Eröffnung passiert immer wieder Unvorhergesehenes. Der eine oder andere merkt, dass er etwas vergessen hat. Und es tauchen Probleme auf, die trotz minutiöser Planung nicht vorhersehbar waren. Doch Hitz gibt sich gelassen, ganz nach dem Motto: «Ruhe bewahren, denn bisher wurden noch immer für alle Probleme auch Lösungen gefunden.»

Zu den Aufgaben des Bauchefs während des Ausbaus der Messe gehört es insbesondere auch, das Timing zu überwachen. Es darf beispielsweise nicht sein, dass irgendwo zu früh etwas aufgebaut wird, das dann die Zufahrt oder den Zugang zu anderen Bereichen der Messe versperrt, die noch nicht fertig ausgebaut sind.

René Hitz steht ein Trupp von Voluntaris zur Seite

Zuerst werden die Gemeinschaftsstände eingerichtet, danach haben die Einzelaussteller ihre engen Zeitfenster, um ihren Stand für eine möglichst gefällige Präsentation während der acht Messetage aufzubauen und zu bestücken. Hitz zur Seite steht ein Trupp von Voluntaris, zumeist sind dies Leute im Ruhestand. Etwa ab dem 23. August ist Hitz mit solchen Voluntaris permanent vor Ort. Während der Wiga ist der Bauchef mit seinen Leuten auch für die Ordnung zuständig und zur Behebung baulicher Probleme, die allenfalls noch auftauchen werden. Die Aufgaben des Bauchefs absorbieren René Hitz zwei Wochen vor Start der Messe bis eine Woche danach vollends, daneben bleibt keine Zeit mehr für seine berufliche Tätigkeit.

Wenn die 19. Wiga am Samstagabend, 16. September, ihre Tore schliessen wird, steht für den Bauchef noch einmal ein gerüttelt Mass an Arbeit an. Noch am gleichen Abend werden einige Aussteller mit einer Sondergenehmigung bereits mit dem Abbau ihrer Stände beginnen. «Ziel ist, dass bis am Mittwoch nach der Wiga die Messehallen wieder leer sind. Das müsste ja eigentlich auch im Interesse der Aussteller sein», sagt Hitz. Danach werden die Zeltbauer wieder aktiv. Vorgesehen ist, dass der Marktplatz Ende September der Stadt wieder übergeben werden kann.


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