«Ein erfreuliches Ergebnis»

BUCHS ⋅ Der Verein für Abfallentsorgung (VfA) wirtschaftete 2016 gut, obwohl die Preise für den Verkauf von Fernwärme, Dampf und Strom erneut tiefer waren als im Vorjahr.
19. Mai 2017, 06:49
Heini Schwendener

Heini Schwendener

heini.schwendener@wundo.ch

Das betriebliche Ergebnis 2016 des VfA vor den Abschreibungen und dem Finanzerfolg belief sich auf 7,85 Mio. Fr., das sind rund 900000 Fr. mehr als budgetiert, aber knapp 200000 Fr. weniger als im Jahr 2015. Gemäss VfA-Präsident Guido Germann hat der Verein damit aber «erneut ein erfreuliches Ergebnis erzielt.» Der betriebliche Ertrag belief sich auf 39,72 Mio. Franken. Das sind rund 1,4 Mio. Fr. mehr als budgetiert. Und dies trotz sinkender Preise für den Verkauf von Fernwärme, Dampf und Strom.

Ertrag aus Stromverkauf lag unter dem Budget

Mit dem Verkauf von Wärme (6,25 Mio. Fr.) und Dampf (5,28 Mio. Fr.) wurde etwas mehr verdient als budgetiert. Der Verkauf von Strom brachte dem VfA 3,17 Mio. Fr. ein, budgetiert gewesen waren 3,6 Mio. Franken. Rund eine Million höher als budgetiert lagen die 20,24 Mio. Fr. für die Anlieferungen von Siedlungs- und Industrieabfällen sowie der Sortieranlage Sennwald.

Aus dem Verkauf von Wärme, Dampf und Strom resultierte ein Ertrag von 14,7 Mio. Fr. (–1 Mio. Fr. gegenüber dem Ergebnis von 2015). Das entspricht 37 Prozent des gesamten Ertrages von 39,7 Mio. Franken. Für Unterhalt und Reparaturen gab der VfA im vergangenen Jahr 14 Mio. Fr. aus, 300000 Fr. mehr als 2015.

Gemäss Vereinsstatuten wird der gesamte Cashflow von 7,8 Mio. Fr. für Abschreibungen verwendet. Es werden somit keine Gewinne erzielt. Nach den Abschreibungen beträgt das Anlagevermögen des VfA noch 14,7 Mio. Fr. gegenüber 17,9 Mio. Fr. im Vorjahr. Guido Germann kommt angesichts aller Finanzzahlen zum Schluss: «Der VfA hat nicht nur ein gutes Jahresergebnis erzielt, auch die Bilanz darf als kerngesund bezeichnet werden.»

Im vergangenen Jahr wurden beim VfA rund 235400 Tonnen Abfälle angeliefert (+8000 Tonnen gegenüber 2015). Davon wurden 187000 Tonnen thermisch verwertet (–2000 Tonnen).

Die Jahresanlieferung von 235400 Tonnen teilt sich wie folgt auf: Kehricht, Industrie und Sortieranlage 69 Prozent; Wertstoffe zur Wiederverwertung 8 Prozent; Grünanlieferungen zur Wiederverwertung 17 Prozent; Klärschlamm 1 Prozent; Sonderabfälle und andere kontrollpflichtige Abfälle 5 Prozent.


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