So viele Besucher im Schloss wie noch nie

Mehr als 18 000 Personen haben 2017 das Schloss Werdenberg besucht, so die erfreuliche Jahresbilanz des Vereins Schloss Werdenberg. Das Programm stand ganz im Zeichen des Jahresthemas Idylle.
07. Dezember 2017, 05:20

Highlights des Museumsjahres waren unter anderem das im Dachstock nach Renovierung wieder installierte Kantonsrelief, das unter dem Motto «Hör’ mal, wie der Kanton tönt» neu belebt wurde, sowie die Sonderausstellung «Mein Werdenberg» im Herbst, die das persönliche Werdenberg der Bewohnerinnen und Bewohner in den Mittelpunkt rückte.

Die 6. Schlossmediale Werdenberg erreichte 2017 einen neuen Besucherrekord, vier Konzerte waren schon im Vorfeld restlos ausverkauft, 2652 Gäste erlebten dieses sehr abwechslungsreiche Thema in stimmungsvollen Konzerten, Performances und der Ausstellung im Schloss in all seinen mannigfaltigen und auch widersprüchlichen Facetten. Zusammen mit Kultur im Bistro, zahlreichen Führungen sowie Hochzeiten und privaten Anlässen konnten so erstmals mehr als 18000 Personen erreicht werden.

Zwischen neuen Hörspuren und beredten Gegenständen

Geschäftsführer Kurt Scheidegger zieht eine positive Bilanz des abgelaufenen Jahres: «Das Interesse an den Aktivitäten des Kunst- und Kulturschloss Werdenberg ist nach wie vor gross – was zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Da wir vor allem bei den Führungen kräftig zugelegt haben, liegt die Zahl der Museumsbesucherinnen und -besucher wieder über 10000 Personen.»

Das mit Saisonbeginn im Dachstock wieder aufgestellte Kantonsrelief wurde mit Hörspuren und Erzählungen, mit Tönen, Klängen und Stimmen neu bespielt und akustisch ergänzt. Neuer Teil der Dauerausstellung sind auch die anlässlich der Renovierung im Schloss entdeckten, 500 Jahre alten Schuhe einer Küchenmagd: «Mit solchen Ergänzungen präsentieren sich die Museen auf dem aktuellen Stand der Forschung und bieten stets aufs Neue eine fundierte Grundlage, sich nicht nur mit dem Gestern, sondern auch mit dem Heute auseinanderzusetzen«, ist Museumsleiter Thomas Gnägi überzeugt. «Eine besondere Verbindung zwischen Gestern und Heute gelang auch mit der Sonderausstellung ‹Mein Werdenberg›, anlässlich derer die Bevölkerung der Region im Herbst mehr als 80 persönliche Gegenstände ins Schloss brachte. Mit jedem Gegenstand erreichte uns eine neue Geschichte, die von den Menschen, die hier leben und arbeiten, erzählt: ein beredtes Zeugnis der vielfältigen Region Werdenberg», so Gnägi weiter.

Auch die Angebote für Kinder wurden rege genutzt: Ob «Graben und Forschen» im Schlosskeller, das Erkunden der Truhen von «Hab und Gut» im Dachgeschoss oder das Familienspiel «Abenteuer im Schlangenhaus»: «Schloss Werdenberg bot sich sowohl als Schulreiseziel wie auch als Ausflugsort für Familien besonders an», freut sich Museumsleiter Thomas Gnägi.

Regionale Idylle bei «Kultur im Bistro»

Kultur im Bistro, die Veranstaltungsreihe im Bistro, die einmal in jeder Jahreszeit die regionale Kultur in den Mittelpunkt rückt, bot auch in ihrem dritten Jahr ein vielfältiges Programm: Im Frühjahr liessen sich Künstler dem Jahresthema Idylle entsprechend vom Bild des Städtchens mit Schloss und See inspirieren. (pd)


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