Benis Olympia-Tagebuch: Kurs setzen mit Bernhard Russi

EIN TOGGENBURGER AN DEN OLYMPISCHEN SPIELEN ⋅ Die Arbeit geht Beni Giger nicht aus: Einer seiner Mitarbeiter musste sich im Spital die Schulter einrenken lassen. Erfreulicher lief es für Giger auf der Piste, wo er eng mit Legenden des Skirennsports zusammenarbeitet.
05. Februar 2018, 09:44
Beni Giger
Leider mussten wir mit einem Techniker ins Spital. Florian hat sich beim Aufbau die Schulter ausgerenkt. Nach etwa 40 Minuten Fahrt wurde er im Spital bestens und hoch professionell betreut. Er musste eine Narkose über sich ergehen lassen, um die Schulter wieder einzurenken. Jetzt ist alles wieder okay. Wir haben entschieden, dass Florian noch hier in Korea bleibt. Am Dienstag wird er ein MRI machen und dann werden wir sehen, wie es weitergeht. Ich hoffe, dass er bleiben kann und wie geplant am Tonpult den Ton mischt.

Erfreulicher war, dass ich zusammen mit dem ehemaligen Skirennfahrer Hannes Trinkl den Kurs anschauen konnte. Hannes setzt die Tore und ich bringe dann meine Wünsche an. Aber Hannes hat das letzte Wort, denn er ist verantwortlich für die Sicherheit. Ich versuche, meine Kameraleute möglichst nahe an der Strecke zu positionieren und dabei natürlich immer die Sicherheit für die Kameraleute und für die Fahrer zu gewährleisten. Die russischen Helfer setzen die Sicherheitsmatten vor die Kameras, anschliessend installieren die Monteure die Kamerakabel. Auch dies bedeutet wieder viel Arbeit für meine Leute. Ich kann mich aber auf meine Jungs verlassen und zusammen arbeiten wir auf ein Ziel: die beste Ski-Produktion aller Zeiten.


Hannes Trinkl, Beni Giger und Bernhard Russi in Pyeongchang (von links). Zoom

Hannes Trinkl, Beni Giger und Bernhard Russi in Pyeongchang (von links).

Bei der Kurssetzung ist auch Bernhard Russi dabei, er hat ja den Kurs konzipiert. Er bespricht mit Hannes jede Kurve und jeder Sprung. Das ist auch für mich hilfreich, denn ich muss die besten Stellen ins Fernsehen bringen. Ich arbeite gerne mit Bernhard zusammen, denn er ist in vieler Hinsicht ein grosses Vorbild. Von ihm könnte ich jeden Tag etwas lernen.
 

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