Benis Olympia-Tagebuch: Zwischen kalter Skipiste und warmem Sitzungszimmer

(SRF/Marcus Gyger)
EIN TOGGENBURGER AN DEN OLYMPISCHEN SPIELEN ⋅ Beni Giger berichtet von seinen abwechlungsreichen Vorbereitungen für Olympia und verrät, wann er noch nervöser ist als bei der Königsdisziplin Herrenabfahrt.
05. Februar 2018, 14:38
Beni Giger

Nun sind alle Glasfaserkabel verlegt und wir können testen. Es läuft alles bestens. Heute sind die fast 40 Kameraleute angereist. Wir bekommen alle die gleichen Kleider, die wir tragen müssen. Das war ein Bild, als alle in einem Zelt so viele Kleider anprobierten. Anschliessend mussten wir allen Kameraleuten ihre Kameraposition zeigen. Das ist für viele nicht ganz einfach, wenn sie das neue Skigebiet zum ersten Mal sehen.

Gleich anschliessend ging es vom Hang, wo es heute wieder minus 25 Grad kalt war, an eine zweistündige Sitzung. Der Temperaturunterschied war für mich auch nicht ganz einfach. Uns wurden dabei die Regeln für die Produktion erklärt. Denn schliesslich müssen alle Events an Olympia in etwa gleich aussehen.

Leider hat sich wieder einer aus dem Team verletzt. Er musste mit der Ambulanz ins Spital eingeliefert werden. Die erste Info lautete Platzwunde im Gesicht. Ich hoffe, dass es nicht so weitergeht.

Höherer Puls als bei der Männerabfahrt

Beni Gigers Puls ist jeweils hoch bei der Regiebesprechung. Zoom

Beni Gigers Puls ist jeweils hoch bei der Regiebesprechung.

Heute war einer der schwierigsten Momente für mich persönlich, die Regiebesprechung. Dabei muss ich allen Mitarbeitern möglichst kurz erklären, was ich möchte. Es geht auch darum, allen noch einmal die Logistik, das Verhalten auf der Piste und noch viele andere Details näher zu bringen. Bei diesen Sitzungen habe ich meist den höheren Puls als bei der Abfahrt der Männer. Heute habe ich das Ganze aber sehr gut und ohne Zwischenfälle über die Bühne gebracht. 


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