Ein «Trauminseli» für alle

NEU ST. JOHANN ⋅ Die Erneuerungsarbeiten auf dem Thurinseli beim Johanneum wurden in den vergangenen Tagen aufgenommen. Bis Ende Juni entsteht als Jubiläumsprojekt der St. Galler Kantonalbank eine Oase für Erholung und Naturgenuss.
03. Februar 2018, 08:12
Sabine Schmid

Sabine Schmid

sabine.schmid@toggenburgmedien.ch

Mitte Woche ist es so richtig los gegangen. Motorsägen rückten den alten und kranken Bäumen auf dem Thurinseli bei Neu St. Johann zu Leibe. Die Stämme wurden mit einem Helikopter aus dem Dickicht geflogen. «Diese Rodungsarbeiten bilden den Anfang der Erneuerung des Inselis», erklärt Eveline Florian. Die Projektmanagerin des Johanneums und ihr Team haben zusammen mit einem Büro für Landschaftsarchitektur den Vorschlag «Trauminseli an der Thur» entwickelt.

Die Idee der Erneuerung habe lange gereift, erzählt Eveline Florian. «Wir haben Ideen gesucht, Möglichkeiten geprüft und Machbarkeiten abgeklärt.» Dieser Prozess hat lange gedauert. «Wir haben uns für die Auffrischung als attraktiver Begegnungsort mit verschiedenen Möglichkeiten für Freizeit und Erholung entschieden», sagt sie. In den kommenden Monaten wird das Thurinseli beim Johanneum nun zum Trauminseli, zu einer Oase für Erholung, Freizeit, Spiel, Spass und Naturgenuss.

Weitere Zugänge zur Thur

Betrachtet man die Form des Inselis, kommt einem ein Schiff in den Sinn. «Im Heck steht die Kapelle», bestätigt Eveline Florian. Rund um diese wird der Wald gepflegt und verjüngt. Die Bänke bleiben stehen, damit dort jene Ruhe finden, die Ruhe suchen. Die anschliessende Wiese wird von Baumstrünken befreit und frisch eingesät. «Wir sind der Ansicht, dass die Wiese zukünftig vielseitig genutzt werden kann, beispielsweise zum Frisbee spielen», sagt Eveline Florian. Der Teil mit der Grillstelle und den beiden Blockhütten bleibt so bestehen wie bisher, allerdings werden sie aufgefrischt. Rund um die Feuerstelle gibt es Sitzgelegenheiten. Die eine Hütte ist für die Passanten geöffnet. Die andere Hütte kann beim Johanneum reserviert werden. Dazwischen werden mit den Stämmen der nun entfernten Bäume verschiedene Spielmöglichkeiten geschaffen. «Dazu planen wir mehrere Zugänge vom Inseli zur Thur. Dort können die Besucher nahe ans Wasser, um dort zu verweilen», betont Eveline Florian. Schliesslich soll das Thurinseli für jeden weiterhin zugänglich sein, für Kinder und Erwachsene, für Junge und Alte und auch für Menschen mit Behinderung.

Johanneum macht bei Umsetzung mit

Das Johanneum als Bauherr setzt bei der Erneuerung des Inselis auf einheimische Firmen. Nach Möglichkeit werden auch die Mitarbeiter der Gärtnerei, der Malerei und der Schreinerei der Institution eingebunden. Eveline Florian ist froh, dass die Finanzierung zum Grossteil von der St. Galler Kantonalbank übernommen wird. Diese hat das Projekt «Trauminseli in der Thur» ausgewählt und unterstützt dieses im Rahmen ihres 150-Jahr-Jubiläums.


Leserkommentare

Anzeige: