Eine der stärksten Maschinen

BUCHS ⋅ Zur erschütterungsfreien Pfählung für das Geschäftshaus Trion südlich der Migros kommt eine neues Drehbohrgerät der i+R Spezialtiefbau AG, St. Margrethen, zum Einsatz.
16. April 2018, 07:02
Hansruedi Rohrer

Es ist die neueste Anschaffung der i+R Spezialtiefbau AG, diese Maschine mit dem richtigen Titel «Grossdrehbohrgerät BG 28». Sie kann bis in Tiefen von etwas über 60 Metern bohren und ist eine der grössten und stärksten Maschinen dieser Art in der Schweiz. Sie ist ideal für den Einsatz im Rheintal bestimmt. 

Bevor sie in Buchs zum ersten Loch ansetzte, wurde gestern auf dem Bauplatz die Einweihung des Gerätes mit Vertretern der i+R-Gruppe, der Herstellerfirma Bauer in Deutschland und weiteren Gästen vollzogen. Dazu gehörte auch eine Flaschentaufe. 
 

197 Pfähle in den Untergrund gesetzt

Die Maschine besitzt ein Einsatzgewicht von 130 Tonnen und eine Höhe von 44 Metern. Die maximale Bohrtiefe beträgt 66 Meter und der maximale Bohrdurchmesser  1,6 Meter. Das ist aber auf der Buchser Baustelle nicht nötig. Hier werden auf der 3529 Quadratmeter grossen Bodenfläche 197 Pfähle in den Untergrund gesetzt. Diese sind 19 Meter lang und besitzen einen Durchmesser von 63 Zentimetern. Dabei werden sogenannte Verdrängerbohrpfähle aus Ortsbeton erschütterungsfrei und mit geringer Lärmentwicklung hergestellt. 

Dazu wird mit der grossen Maschine ein Vollverdrängungskörper auf die erforderliche Länge «eingebohrt». Dabei wird Erde verdrängt und somit der umgebende Boden verdichtet. Beim Hochziehen des Vollverdrängerkörpers wird gleichzeitig der entstandene Hohlkörper mit Beton gefüllt. Während der Herstellung überwachen Sensoren verschiedene Komponenten, wie Betondruck oder Betonmenge, um die gleichbleibende Qualität der Pfähle zu gewährleisten. Die Pfähle sind nötig, um schliesslich die gesamte Last des Bauwerkes tragen zu können. Auf Höhe des Erdgeschosses wurde zur sicheren Bewegung und Stabilisierung des Grossdrehbohrgerätes die ganze Ebene mit einer Kiesschicht plafoniert. 

Die Pfähle verschwinden natürlich im Untergrund. Der Neubau wird kein Untergeschoss enthalten, hingegen eine Aldi-Verkaufsfläche, Parkplätze im Obergeschoss sowie Wohnungen im 2. Obergeschoss. Im Jahr 2019 soll das Gebäude fertig sein.

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