Simon Ammann "bewirbt" sich für Telefonkabine

UNTERWASSER ⋅ Die Ära der Telefonkabinen ist zu Ende. Die letzten zehn will nun die Swisscom "kreativen Köpfen überlassen". Sie veranstaltet dazu ein Voting. Auch Simon Ammann macht dabei mit und wirbt um Stimmen für seine goldene Telefonkabine bei der Post in Unterwasser.
16. April 2018, 12:00
"Wer weiss, vielleicht meldet sich in absehbarer Zeit ein Interessent oder eine Gruppe, die die Kabine einer neuen Nutzung zuführen will", sagte Rolf Züllig, Gemeindepräsident von Wildhaus-Alt St.Johann im Januar gegenüber dem W&O. Damals berichtete unsere Zeitung über das Verschwinden der öffentlichen Telefonkabinen.

Nun hat sich tatsächlich ein Interessent für die Telefonkabine in Unterwasser gemeldet, die von der Post nach den Olympiasiegen von Simon Ammann zu seinen Ehren golden lackiert hatte. Und zwar der Olympiasieger selber.

Die Swisscom veranstaltet ein Voting und will die letzten zehn Telefonkabinen "kreativen Köpfen überlassen", wie es auf deren Webseite heisst. Auch Simon Ammann beteiligt sich daran und wirbt über die Sozialen Medien für Stimmen.

 

Ammann will Kabine für sein Hotel

Auf Facebook schreibt er: "Liebe Fans, Manche wissen es bereits. Die Publifons bzw. unsere ehrwürdigen Telefonkabinen sind in die Jahre gekommen und viele davon werden abgebaut. Auch meine Goldene Kabine in Unterwasser, die anlässlich meiner Siege in Salt Lake City 2002 einen besonderen Anstrich bekam. Damit ich sie retten kann, brauche ich bei diesem Wettbewerb eure Stimme".

Er sagt auch schon, was er damit machen möchte: "Ja, ich möchte die Kabine bei meinem kleinen Hotel Hirschen in Alt St.Johann aufstellen, um das besondere Stück Geschichte bewahren zu können. Ich freue mich über jede Stimme!".




Die acht Ideen mit den meisten Stimmen erhalten von Swisscom eine Telefonkabine an ihren Wunschstandort geliefert. Zwei weitere Ideen werden von einer Fach-Jury ausgewählt. (kru)
 

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