«Übernahme bringt mehr Schwung»

BUCHS ⋅ Der Werkzeughersteller Alvier AG PM-Technology in Buchs wird eine 100-Prozent-Tochter der schwedischen Metallpulverproduzentin Höganäs AB. Beide Unternehmen sehen dabei für sich grosses Potenzial.
03. Februar 2018, 05:18
Thomas Schwizer

Thomas Schwizer

thomas.schwizer@wundo.ch

Die 100-Prozent-Akquisition der Alvier AG PM-Technology gab die Höganäs AB am Freitag bekannt. Man wolle die weitere Entwicklung des Buchser Unternehmens aktiv fördern, betont sie.

Die Geschäftsleitung der Alvier AG PM-Technology sieht im Verkauf an den schwedischen Weltmarktführer für Metallpulver für das Buchser Unternehmen nur Positives. CEO Peter Rauch nennt auf Anfrage des W&O die wichtigsten davon. Die Alvier könne vom weltweiten Vertriebsnetz der neuen Muttergesellschaft profitieren. Die Höganäs AB liefert ihren Kunden das Metallpulver für die Verarbeitung – mit jenen Maschinen, für welche die Alvier hochwertige, formschwierige Werkzeugkomponenten herstellt. Da beide Unternehmen weltweit die gleichen Kunden beliefern, sei die Übernahme durch Höganäs für sie ideal. Erste Reak­tionen hätten dies bestätigt, heisst es in Buchs.

Mehr Schwung für das Buchser Unternehmen

Mit der neuen schwedischen Eigentümerin kooperiert die Alvier PM-Technology bereits seit vielen Jahren in verschiedenen Projekten. Die Übernahme und der gleiche Kundenkreis bringe zusätzliche Aufträge nach Buchs, ist Alvier-CEO Peter Rauch überzeugt. Zudem lasse die neue ­Muttergesellschaft das Buchser Unternehmen frei auf dem Markt agieren und stärke gar seine Innovationskraft. «Wir sind überzeugt, dass uns die Übernahme zusätzlichen Schwung gibt», sagt er.

Die Alvier AG PM-Technology sei wirtschaftlich absolut gesund, der Verkauf erfolge nicht aus einer Notlage heraus, betont Rauch. Der bisherige Eigentümer wolle sich auf andere seiner Unternehmen konzentrieren und habe nach der idealen Nachfolgelösung für die Alvier AG gesucht. Und die habe man nun gefunden, betont die Führung in Buchs. Grundsätzlich gelte: «Alles bleibt wie bisher, und wir bekommen einen zusätzlichen Wachstumsschub.»

Die Zukunftsaussichten der 1986 gegründeten Alvier AG bezeichnen CEO Peter Rauch und Ekkehard Gutowski, Managing Director Sales, als ausgezeichnet. Das Unternehmen hat seit 2013 am Produktionsstandort in Buchs mehrere Erweiterungsschritte realisiert und beschäftigt heute 42 Mitarbeitende und drei Auszubildende.

«Wir suchen laufend ausgebildete Facharbeiter wie Polymechaniker und Werkzeugmacher», sagt Rauch. Auch in der schwierigen Währungssituation nach dem Frankenschock vom ­Januar 2015 sei ein Wegzug ins Ausland kein Thema gewesen. «Denn das grosse Know-how steckt in unseren Mitarbeitern vor Ort, und dieses brauchen wir für die Entwicklung und Her­stellung unserer Produkte, die ­extrem technologielastig und im obersten Qualitätsbereich sind.» Ein Marktvorteil sei, dass in Buchs Komplettlösungen entwickelt und geboten würden.3


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