Kostensparen beim FC St.Gallen: Materialwart fährt 32 Stunden zurück nach Hause

FUSSBALL ⋅ Am Samstag reist die Mannschaft des FC St.Gallen vom Trainingslager in Spanien per Flugzeug nach Hause. Andere nehmen den Landweg: Materialwart Mario Baccaro und Teammanager Ramin Pandji werden vom spanischen Sotogrande bis nach St.Gallen 32 Stunden unterwegs sein.
19. Januar 2018, 20:53
Profiteams nehmen in ihr Trainingslager stets kisten- und manchmal tonnenweise eigenes Material mit. Dabei sind Hanteln, Hürden oder technische Geräte. Der Transport im Flugzeug ist dementsprechend kostspielig. So hat sich der FC St.Gallen in diesem Jahr entschieden, einen Teil des Materials per Kleinbus und Anhänger nach Spanien und zurück zu transportieren. "Wir fahren gerne Auto. Und so sparen wir Kosten", sagt Baccaro.

Er war verantwortlich dafür, dass genügend Material im Trainingslager des FC St.Gallen vorhanden war: Materialwart Mario Baccaro. Nach Hause reist er am Samstag nicht per Flugzeug mit dem Team, sondern mit einem Kleinbus. (Urs Bucher)

Langweilig wird es nicht

Der Materialwart, der seit 1983 in verschiedenen Funktionen für die Ostschweizer tätig ist, rechnet mit einer Fahrzeit von 22 bis 24 Stunden. Irgendwo werde man dann noch übernachten, sagt er. Der Weg führt die beiden über Valencia, Barcelona und Montpellier in Richtung Schweiz. Dabei spulen sie 2300 Kilometer ab.

Der FC St.Gallen hat sich mit einem Trainingslager in Andalusien auf die Rückrunde vorbereitet. Auf dem Programm standen auch diverse Testspiele - zuletzt gegen Dynamo Kiew. (Bilder: Manuel Nagel/Urs Bucher)

Angst, dass ihnen auf dieser Fahrt der Gesprächsstoff ausgehen könnte, hat Baccaro nicht. Mit dem Teammanager, der sich seit zwei Jahren um die Belange der ersten Mannschaft kümmert, werde es nicht langweilig. "Das hat sich schon auf der Hinfahrt gezeigt", so Baccaro. (pl)

Erstes Itten-Tor beim 2:0-Sieg gegen Dynamo Kiew

In seinem letzten Testspiel auf spanischem Boden hat der FC St.Gallen mit Dynamo Kiew einen klingenden Namen bezwungen. Die Espen gingen gegen den ukrainischen Rekordmeister nach etwas mehr als einer halben Stunde in Führung. Torschütze war Neuzugang Cedric Itten. Kurz vor Abpfiff besorgte Yannis Tafer das 2:0. Bei den St.Gallern spielten Itten und die zweite Neuerwerbung, der Isländer Runar Sigurjonsson, in der ersten Halbzeit. Im Tor stand während der gesamten Partie Dejan Stojanovic. (dwa)


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