16- und 19-Jähriger schlagen vor Altersheim drei Personen spitalreif | W&O

Nesslau • vor 2 Stunden

16- und 19-Jähriger schlagen vor Altersheim drei Personen spitalreif

Am Mittwoch haben in Nesslau zwei Schweizer zwei Bewohner und eine Mitarbeiterin eines Altersheims verletzt. Auf der Flucht kam es zu weiterer Gewalt.

Von W&O/PD
aktualisiert vor 2 Stunden

Kurz nach 18.50 Uhr erhielt die Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen die Meldung, dass zwei junge Männer Bewohner eines Altersheims geschlagen hätten. Nach derzeitigen Erkenntnissen hielten sich die beiden Männer vor dem Altersheim auf und warfen Flaschen und Dosen herum.

Wie die Kantonspolizei St.Gallen schreibt, sprach ein 76-jähriger Bewohner die beiden Männer auf ihr Verhalten an. Daraufhin schlug und trat einer der Männer auf den 76-Jährigen ein, worauf dieser zu Boden stürzte. Eine 86-jährige Bewohnerin und eine 67-jährige Mitarbeiterin wollten helfen und wurden ebenfalls verletzt.

Die 86-Jährige sei schwer, der 76-Jährige erheblich und die 67-Jährige leicht verletzt worden, heisst es weiter. Alle drei wurden vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Der 19-jährige Mann konnte durch weitere Personen bis zum Eintreffen der Polizei zurückgehalten und anschliessend festgenommen werden. Der 16-Jährige flüchtete zu Fuss.

Flüchtiger verletzte unterwegs ein Ehepaar

Nur wenige Minuten später verlangte der 16-Jährige von einer Frau an der Wiesenstrasse Bargeld. Als die Frau dies verneinte, versuchte er, ihr das Mobiltelefon zu entreissen. Als der Ehemann der Frau zu Hilfe kam, verletzte der Jugendliche das Ehepaar und flüchtete zu Fuss.

Das Ehepaar wurde leicht verletzt, benötigte vor Ort jedoch keine medizinische Hilfe. Eine Polizeipatrouille konnte den 16-Jährigen am Bahnhof antreffen. Aufgrund seines aggressiven Verhaltens wurde er unter Androhung des Destabilisierungsgeräts festgenommen.

Die Kantonspolizei ermittelt unter der Leitung der Staatsanwaltschaft und der Jugendanwaltschaft des Kantons St.Gallen. Im Einsatz standen mehrere Polizeipatrouillen sowie der Rettungsdienst und das Institut für Rechtsmedizin des Kantons St.Gallen.