Seit drei Jahrzehnten steht die Multiple-Sklerose-Regionalgruppe Liechtenstein-Oberrheintal für Gemeinschaft, Unterstützung und gelebte Solidarität. Was vor 30 Jahren mit dem Wunsch begann, Menschen mit Multipler Sklerose und ihren Angehörigen eine Anlaufstelle und Gemeinschaft zu bieten, ist heute ein wichtiger Bestandteil der regionalen Unterstützung für Betroffene.
Das 30-jährige Bestehen sei nicht nur ein Grund zum Feiern, heisst es in einer Mitteilung der Selbsthilfegruppe, sondern werde auch zum Anlass genommen, auf eine bewegte Vereinsgeschichte zurückzublicken. Über die vergangenen drei Jahrzehnte hätten sich zahlreiche Menschen ehrenamtlich engagiert, Treffen organisiert, gemeinsame Aktivitäten ermöglicht und Betroffene auf ihrem Weg begleitet.
Gemeinschaft, die trägt
Eine chronische Erkrankung wie Multiple Sklerose kann den Alltag auf vielfältige Weise verändern. Neben den gesundheitlichen Herausforderungen entstehen häufig auch Fragen, Unsicherheiten und soziale Belastungen. Umso wichtiger ist es, dass es Menschen gibt, die zuhören, Erfahrungen teilen und Verständnis aufbringen.
Genau hier setzt die Regionalgruppe an. Bei gemeinsamen Treffen und Veranstaltungen steht nicht allein die Erkrankung im Mittelpunkt. Vielmehr geht es darum, miteinander Zeit zu verbringen, sich auszutauschen und trotz gesundheitlicher Einschränkungen schöne Momente zu erleben. Über die Jahre sind dadurch Freundschaften und wertvolle persönliche Kontakte entstanden. Für viele Mitglieder ist die Gruppe zu einem Ort geworden, an dem sie sich verstanden und angenommen fühlen.
Hinter dem langjährigen Bestehen stünden viele Menschen, die sich mit grossem persönlichem Einsatz für die Regionalgruppe engagiert haben, wird in der Mitteilung betont. Arbeitsgruppenmitglieder, Helferinnen und Helfer sowie zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer hätten dazu beigetragen, dass die Gruppe ihre Arbeit über drei Jahrzehnte hinweg fortführen konnte.
Dabei habe sich auch das Umfeld verändert: Die medizinische Behandlung der Multiplen Sklerose hat in den vergangenen 30 Jahren grosse Fortschritte gemacht. Gleichzeitig sind Information, Beratung und ein verständnisvoller Umgang mit der Erkrankung wichtiger denn je. Die Regionalgruppe möchte deshalb auch in Zukunft eine Plattform für Begegnung und gegenseitige Unterstützung sein.
Das Jubiläum gibt Anlass, nach vorne zu blicken
Das 30-Jahr-Jubiläum ist ein besonderer Meilenstein. Es erinnert an die Menschen, die die Regionalgruppe aufgebaut und geprägt haben, und würdigt all jene, die sich heute für ihre Mitglieder einsetzen. Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorne. Die Regionalgruppe möchte auch künftig Menschen mit Multipler Sklerose und ihre Angehörigen zusammenbringen, den Austausch fördern und zeigen: Niemand muss seinen Weg allein gehen.
Drei Jahrzehnte gemeinsames Engagement sind für die Regionalgruppe deshalb weit mehr als eine Zahl, wird in der Mitteilung abschliessend hervorgehoben. Diese Zeit stehe für Zusammenhalt, Vertrauen, Freundschaft und die Bereitschaft, füreinander da zu sein: «30 Jahre gelebte Gemeinschaft – ein Jubiläum, das zurückblickt, danke sagt und Mut für die Zukunft macht.» (pd)
30 Jahre gelebte Gemeinschaft für Menschen mit Multipler Sklerose