35 Grad im Stadion und das Bier für 23 Franken | W&O

Fussball vor 3 Stunden

35 Grad im Stadion und das Bier für 23 Franken

Kevin Rissi und Randy Hofmänner sind in den USA angekommen. Ihr erster Eindruck von der Fussball-WM ist positiv.

Von PD
aktualisiert vor 3 Stunden

Am Freitag stand endlich die Anreise für die beiden Werdenberger Fussball-Fans Kevin Rissi und Randy Hofmänner auf dem Programm: «Unsere Reise begann bereits um 4.30 Uhr morgens, damit wir unseren Flug nach San Francisco rechtzeitig erreichen konnten. Am Gate konnten wir bereits die ersten Gespräche führen und Kontakte mit anderen Schweizer Nati-Fans knüpfen.

Nach dem rund zwölfstündigen Flug sind wir gut in San Francisco angekommen und haben unser Hotel im Herzen der Stadt bezogen. Danach ging es direkt in die Stadt, wo wir die Qual der Wahl hatten, eines der unzähligen Restaurants auszuwählen. Schliesslich fiel die Entscheidung auf In-N-Out Burger. Anschliessend machten wir uns auf den Weg zum Pier 39, wo wir einen kurzen Schwatz mit den Seehunden und Seelöwen hielten.

Wer rastet, der rostet: Vor dem Spiel Schweiz gegen Katar ging es ins Gym.
Wer rastet, der rostet: Vor dem Spiel Schweiz gegen Katar ging es ins Gym.
PD

Danach ging es weiter ins Wipeout Bar & Grill, wo sich die Schweizer Nati-Fans getroffen haben. Dort konnten wir bereits eine weitere Bekanntschaft machen: ein Pärchen, das extra für das erste Schweizer Spiel in die USA gereist ist. Gemeinsam genossen wir die ersten Biere und gingen später auch noch zusammen Abendessen.»

Überall wurde gefeiert und gesungen

Doch die wahre Hauptspeise im Menüplan von Rissi und Hofmänner fand nach einer kurzen Nachtruhe statt. Die Ereignisse vor dem Match Schweiz gegen Katar schildern die Werdenberger wie folgt:

«Wir wollten bereits um 9 Uhr in San Jose für den Fanmarsch bereit sein. Da wir aufgrund des Jetlags ohnehin schon um 5 Uhr wach waren, stellte dies kein Problem dar. Um 6 Uhr ging es zuerst ins Fitness, danach zurück ins Hotel zum Frischmachen, und um 8 Uhr stiegen wir gemeinsam mit unseren neuen Freunden aus Aarau ins Uber Richtung San Jose. Spannend war dabei der Temperaturunterschied: Während in San Francisco angenehme 20 Grad herrschten, zeigte das Thermometer im nur rund 50 Minuten entfernten San Jose stolze 35 Grad an.

Fanmarsch in Richtung Stadion.
Fanmarsch in Richtung Stadion.
PD

Vor Ort angekommen, machten wir uns für den Fanmarsch bereit. Leider waren nicht ganz so viele Schweizer Fans vor Ort wie erhofft. Nichtsdestotrotz war es ein toller Fanmarsch zu diesem beeindruckenden Stadion. Nach der unkomplizierten Sicherheitskontrolle ging es direkt zu den Fanständen rund ums Stadion.

Besonders ein Bierstand mit Partymusik hatte es uns angetan, weshalb wir dort die Zeit bis kurz vor Spielbeginn verbrachten. Etwas gewöhnungsbedürftig waren allerdings die Getränkepreise: Für ein Bier mussten wir sage und schreibe 23 Dollar hinblättern! Unsere Stimmung konnte das jedoch nicht trüben, und die Vorfreude auf das Spiel blieb ungebrochen.»

Kevin Rissi und Randy Hofmänner deuten zur Preistafel: Das Bier kostet sage und schreibe 23 Franken.
Kevin Rissi und Randy Hofmänner deuten zur Preistafel: Das Bier kostet sage und schreibe 23 Franken.
PD

Danach galt es fussballerisch Ernst: «Das Spiel selbst begann vielversprechend, endete bekanntlich aber weniger erfreulich. Trotzdem war es ein unglaublicher Tag im Stadion. Die Stimmung war grossartig, das Wetter perfekt und die Menschen rundherum bestens gelaunt. Genau so stellt man sich ein grosses Fussballfest vor. Nach dem Spiel verweilten wir noch eine Weile rund um das Stadion, bevor wir zu einem nahe gelegenen Hotel weiterzogen. Dort schauten wir uns im Public-Viewing-Garten das nächste Spiel des Tages an.»

Für die Rückkehr ins Zentrum von San Francisco war es allerdings noch viel zu früh: « Wir gingen ins Stadtzentrum von San Jose – dort erreichte die Stimmung ihren absoluten Höhepunkt. Eine Fanmeile, wie man sie sonst höchstens aus Buchs – Augenzwinkern – kennt. Wir haben selten ein so grosses und stimmungsvolles Public Viewing erlebt. Die Strassen waren voller Fans, überall wurde gefeiert, gesungen und über Fussball diskutiert. Da es uns dort so gut gefallen hat, beschlossen wir, anderntags nochmals nach San Jose zu fahren.»

Dies war der erste Matchtag von Rissi und Hofmänner. «Nun hoffen wir, dass das nächste Spiel gegen Bosnien in Los Angeles etwas erfolgreicher verläuft. Die Daumen sind jedenfalls gedrückt!»