Schlafstörungen bei Jugendlichen nehmen zu, gleichzeitig schlafen Jugendliche immer weniger. Der St. Galler Autor Stephan Sigg greift dies in seinem neuen Jugendbuch «72 Stunden wach» auf. Er erzählt von einem Jugendlichen, der sich auf eine ungewöhnliche «Schocktherapie» einlässt und dabei erfährt, was Schlafentzug mit Körper und Psyche macht.
Früh aufstehen sei für viele Jugendliche der absolute Horror, heisst es in einer Medienmitteilung. Noch belastender werde es, wenn das Einschlafen nicht gelingt. «Heute klappt es bei vielen auch nicht mehr mit dem Durchschlafen, sie werden zwischendurch wach, checken das Handy und kommen kaum mehr zur Ruhe», weiss Autor Stephan Sigg, «bis zu 33 Prozent der Jugendlichen sind von Schlafstörungen betroffen, das zeigen Studien. Schlafgesundheit ist für Jugendliche wichtig. Trotzdem wird darüber kaum gesprochen, und das Thema kommt auch im Unterricht nicht vor. Mein Buch soll diese Lücke füllen». Die Geschichte rege an, sich selbst Gedanken zu machen: Wie steht es um meine Schlafgesundheit, und wie kann ich sie verbessern? Der Autor hat dabei auch eigene Erfahrungen und Beobachtungen aus schlaflosen Nächten einfliessen lassen.
Humorvoll und motivierend aufgebaut
Das Jugendbuch setzt sich humorvoll und motivierend mit dem Schlaf auseinander. Tower – so nennen ihn seine Mitschülerinnen und Mitschüler, weil er der Grösste in der Klasse ist – leidet seit einiger Zeit an Schlaflosigkeit. Auslöser sind digitale Medien, Dauererreichbarkeit und der Leistungsdruck in der Schule. Und jetzt steht auch noch ein Bewerbungsgespräch an. Schäfchen zählen, Gedanken-Freezing, unter dem Bett schlafen. Tower lässt nichts unversucht, um Schlaf zu finden.
In einer schlaflosen Nacht begegnet er Ava, die neu ins Nachbarhaus gezogen ist. Sie nimmt ihn mit hinaus ins nächtliche Dorf. Gemeinsam entdecken sie die Nacht und geraten in ein unerwartetes Abenteuer. Ava fordert Tower zu einer Challenge heraus: 72 Stunden wach bleiben. «Was zunächst harmlos klingt, bringt Körper und Psyche an ihre Grenzen und konfrontiert ihn mit der Frage, was Schlafmangel mit Wahrnehmung, Identität und Nähe macht», so Stephan Sigg in der Medienmitteilung.
Er hat das Buch bewusst in einfacher Sprache verfasst, um auch leseschwache Jugendliche zum Lesen zu motivieren. Das Buch ist am 14. September im Buchser da bux Verlag erschienen, der seit 2015 Jugendbücher veröffentlicht.
«72 Stunden wach»: neues Werk im Buchser Buchverlag