Aktueller Jahrgang der Malerbranche deutlich stärker als seine Vorgänger | W&O

Region 02.07.2023

Aktueller Jahrgang der Malerbranche deutlich stärker als seine Vorgänger

Dieses Jahr erbrachten die Lernenden überdurchschnittliche Leistungen. Die beste praktische Arbeit lieferte Jasmine Jahaj aus Sevelen ab.

Von PD
aktualisiert am 02.07.2023
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Farbenfroh war ihre Lehrzeit in der Malerbranche garantiert. Doch richtig «Farbe bekennen» mussten sie am Schluss.

70 junge Damen und Herren aus den Kantonen St. Gallen, den beiden Appenzell und dem Fürstentum Liechtenstein taten dies erfolgreich. Denn sie konnten am Donnerstagabend im Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg (BWZT) in Wattwil im Rahmen der QV-Feier ihre eidgenössischen Fähigkeitszeugnisse und Berufsatteste entgegennehmen.

Weitere Personen mit einer 5,3

Als Jahrgangsbeste durfte sich Jasmine Jahaj aus Sevelen feiern lassen, welche ihre Lehrzeit bei der Graf Malerei AG in Buchs absolvierte.

Zwar erreichten auch Vera Müller aus Schaan (Malergeschäft Büchel Anstalt, Triesen), Dina Hänni aus Jona (Fontana & Fontana AG, Jona) und Ramon Sonderegger aus Oberegg (Malerei Sonderegger, Oberegg) die hervorragende Durchschnittsnote von 5,3, aber Jasmine Jahaj hatte zudem die beste praktische Arbeit abgeliefert und dafür nicht nur die Note 5,5, sondern auch ein Goldvreneli erhalten.

Diese jungen Erwachsenen besuchten während ihrer Lehrzeit das Berufs- und Weiterbildungszentrum Buchs Sargans.
Diese jungen Erwachsenen besuchten während ihrer Lehrzeit das Berufs- und Weiterbildungszentrum Buchs Sargans.
PD

Ebenso mit der Note 5,3 schloss Mihreteab Theshafane aus Widnau seine Ausbildungszeit als Malerpraktiker ab.

Durchschnitt zwei Zehntel höher als in den Vorjahren

Von den 82 zur QV-Prüfung angetretenen jungen Frauen und Männern (16 Malerpraktikerinnen und -praktiker EBA sowie 66 Malerinnen und Maler EFZ) beendeten zehn Lernende bei den Malerpraktikern und 60 Malerinnen und Maler ihre Lehrzeit erfolgreich.

Die Durchschnittsnote von 4,63 fiel «rund zwei Zehntel höher als in den Vorjahren», freute sich Chefexperte Werner Hofmann.

Auch war das Niveau bei den praktischen Arbeiten sehr hoch, schlossen doch nicht weniger als 18 Lernende in diesem Bereich mit 5,0 und besser ab.

Motivierte Fachkräfte sind und bleiben gefragt

Auch der Rektor des BWZT, Matthias Unseld, freute sich an den erbrachten Leistungen. Jedoch gelte es nun, nicht nachzulassen, sondern die Chance beim Schopf zu packen.

Denn in einer zunehmend digitalisierten Welt seien Handwerker zum einen immer seltener, zum anderen aber auf dem Arbeitsmarkt mehr denn je gefragt.

Matthias Unseld machte diese Entwicklung an den eigenen Berufsschülerzahlen am BWZT fest:

2010 hatten wir 204 Lernende, 2023 sind es noch 87 Lernende ab diesem Sommer, davon 31 neue Malerlernende.

Deshalb gelte für heute, aber auch für morgen und übermorgen: «Motivierte Fachkräfte sind sehr gefragt. Fachkräfte, die ihr Handwerk verstehen. Ihre Arbeit und Sie werden in Zukunft mehr Wertschätzung und Anerkennung erfahren», so Matthias Unseld.

 

Absolvierende aus der Region

Jrma-Maxine Boll, Unterwasser, Malergeschäft Alex Hofstetter, Unterwasser; Bassel Al Youssef, Grabs, Lippuner-Lüchinger GmbH, Grabs; Jasmine Jahaj, Sevelen, Graf Malerei AG, Buchs; Elia Schiegg, Trübbach, Malerei Hobi AG, Trübbach; Ramona Stolz, Grabs, Lippuner-Lüchinger GmbH, Grabs