Kürzlich reiste Lio Rüegg mit der Schweizer Delegation nach Bulgarien. In Samokov stand der Athlet vom RC Oberriet-Grabs an den Kadetten-Europameisterschaften im Einsatz.
Als Erstes traf er in der Qualifikationsrunde auf Osman Temirsultanov. Gegen den starken Russen, der sich später bis in den Final vorkämpfte und Vizeeuropameister wurde, musste sich Rüegg deutlich mit 2:13 geschlagen geben.
Starke Kopfklammeraktion ohne Happy End
Weil Temirsultanov anschliessend den Final erreichte, erhielt Lio Rüegg eine zweite Chance in der Hoffnungsrunde. Dort wartete der Bulgare Mert Gyunaev Mustafov. Der Kampf entwickelte sich zu einem spannenden Duell, in dem Rüegg lange mit 1:5 zurücklag. Doch der Eichberger gab nicht auf und kämpfte sich eindrücklich zurück. Zehn Sekunden vor Schluss gelang ihm mit einer Kopfklammeraktion aus dem Stand die Viererwertung zum 5:5-Ausgleich. Der Bulgare konnte sich jedoch befreien und seinerseits eine Zweierwertung erzielen. Damit musste sich der RCOG-Ringer denkbar knapp mit 5:7 nach Punkten geschlagen geben.
Trotz der Niederlage zeigte Lio Rüegg eine kämpferisch starke Leistung und bewies, dass er auch auf europäischem Niveau gut mithalten kann. Besonders bemerkenswert: Der junge Athlet trat bereits von Beginn weg mit einem gebrochenen Daumen an. Für ihn war dennoch klar, dass er an dieser Europameisterschaft unbedingt auf die Matte wollte. Wie Lio Rüegg erklärt, waren die Tage in Bulgarien für ihn eine tolle Erfahrung, aus der er viel gelernt hat.
An Europameisterschaft wertvolle Erfahrung gesammelt