Die Initiative verlangt, dass Windkraftanlagen nur mit einem ausreichenden Mindestabstand zu bewohnten Liegenschaften gebaut werden dürfen. Wie die SVP Sevelen schreibt, ist dies aus ihrer Sicht ein wichtiger und vernünftiger Grundsatz. «Moderne Windkraftanlagen erreichen heute Höhen von weit über 200 Metern und haben erhebliche Auswirkungen auf Mensch, Natur und Ortsbild. Themen wie Lärm, Schattenwurf, Kulturlandverlust sowie der Eingriff in die Landschaft dürfen nicht unterschätzt und kleingeredet werden», heisst es.
Erneuerbare Energien: Ja, aber mit Augenmass
Die Ortspartei betont, dass sie erneuerbare Energien grundsätzlich unterstützt. Allerdings brauche es Lösungen mit Augenmass und unter Berücksichtigung der Anliegen der Bevölkerung. Die Energiewende dürfe nicht gegen die Interessen der direkt betroffenen Einwohnerinnen und Einwohner durchgesetzt werden. Dabei denkt die SVP Sevelen auch an die Anliegen der Landwirtschaft und deren Einbezug als wichtigen Grundpfeiler für ein allfälliges Projekt.
«Mit Verwunderung» nimmt die SVP Sevelen zur Kenntnis, dass offenbar abstandsabhängige Entschädigungen ausbezahlt werden können (der W&O berichtete). Aus Sicht der Ortspartei zeige dies, dass der Einfluss auf die Menschen im nahen Umfeld der Anlagen doch nicht so gering sei, wie bis anhin erörtert.
«Gerade in einer Gemeinde wie Sevelen mit ihrer wertvollen Landschaft, der Nähe zu Wohngebieten und der hohen Lebensqualität ist ein klar geregelter Mindestabstand notwendig», verlangt die SVP Sevelen. Die Bevölkerung solle und müsse ernst genommen und frühzeitig in solche Projekte einbezogen werden. Die Ortspartei ruft das Stimmvolk deshalb dazu auf, die Abstandsinitiative am 14. Juni zu unterstützen.
«Auswirkungen von Windkraftanlagen nicht unterschätzen»