Bunker mit Photovoltaik ausgestattet | W&O

Azmoos | Wartau 25.08.2026

Bunker mit Photovoltaik ausgestattet

Der Artilleriefort-Verein Magletsch (AFOM) lud seine Passivmitglieder am Samstag zu einem besonderen Besuchstag ein.

Von PD
aktualisiert am 25.08.2026

Der AFOM betreut neben der Festung Magletsch mehrere kleine Anlagen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges und des darauffolgenden Kalten Krieges. Der Bunker Bergweite war ein wichtiger Teil der Reduitlinie vom Schollberg bis zu den Flidaköpfen. Warum aber installiert man auf einem Bunker des Zweiten Weltkrieges eine Photovoltaikanlage (PV)? Seit einiger Zeit war die Feuchtigkeit im Bunker ein Problem. Verschiedene Massnahmen hätten nicht den gewünschten Erfolg gebracht, schreibt der Verein.

Präsident Jürg Senn hiess die Gäste willkommen.
Präsident Jürg Senn hiess die Gäste willkommen.

So entschlossen sich die Mitglieder des AFOM, das Problem grundsätzlich anzugehen. Da der Bunker über keinen Stromanschluss verfügt, entstand die Idee einer PV-Anlage.

Solaranlage war ein Gemeinschaftswerk

Von der Idee bis zur Realisierung brauchte es einige Schritte. Glücklicherweise konnte der AFOM auf breite Unterstützung zählen: Die Politische Gemeinde Wartau bearbeitete das Baugesuch speditiv. Dem Bauvorhaben stimmte das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation in St.Gallen zu. Bei der konkreten Umsetzung habe der Verein auf das Wohlwollen der Ortsgemeinde Wartau und das tatkräftige Anpacken der Forstgruppe zählen können. Nach vielen Frondienststunden wurde die Anlage schliesslich montiert und in Betrieb genommen.

Der Bunker Bergweite verfügt nun über eine eigene Stromversorgung.
Der Bunker Bergweite verfügt nun über eine eigene Stromversorgung.

Nach dem Mittagessen auf Bergweite übernahmen der Jodelklub Alvier sowie die Alphorngruppe Jöüri die musikalische Umrahmung des gut besuchten Anlasses. Am Nachmittag konnte der Bunker Bergweite mit drei Maschinengewehrständen und der Steuerung der neuen PV-Anlage besichtigt werden. Auf einer Informationstafel wurden historische Hintergründe präsentiert. Der ratternde Dieselmotor des Bunkers und eine alte Kettensäge zur Ausholzung der Geschützscharten rundeten die Präsentation ab. In der Festwirtschaft wurde anschliessend das gemütliche Beisammensein gepflegt.

Dem AFOM ist es weiterhin ein Anliegen, die Geschichte der Festung Sargans in Erinnerung zu behalten. Teil dieser Erinnerungskultur sind Gruppen-, Vereins- und Firmenführungen. Einzelpersonen können an allgemeinen öffentlichen Führungen teilnehmen.

Weitere Informationen gibt es unter www.afom.ch.