Am 31. Oktober hat der Schlosswart das Schlosstor verriegelt, gleichzeitig wurden zu Trompetentönen die Fahnen eingeholt. Eine schöne Saison ging zu Ende, mit gegen 15'000 Eintritten in die Museen und an die Veranstaltungen auch eine erfolgreiche.
Allerdings wird mit dem Schliessen des Schlosstors in der kalten Jahreszeit nur der Tagesbetrieb der Museen unterbrochen. Das Bistro im Schlosshof wird im Januar, Februar und März je an einem Sonntag zum Brunch einladen. Zudem wurde das Jahresthema «Ausgepackt!» am 20. November mit einem Filmabend im Bistro abgeschlossen und die Kleinen dürfen am 26. November und am 10. Dezember mit der Taschenlampe durchs Schloss sowie die Erwachsenen mit Nachtwächterführungen Anfang Jahr durchs Städtli.
Und wenn am 17. Februar am Kachelofen in der Landvogtstube Texte gelesen werden und am 7. März das Schlossbistro am Irish-Evening mit Musik und Guinness zum Pup wird, sind damit schon Vorboten der Saison 2026 da, die am Samstag, 28. März, startet.
Es wurde sehr vieles «ausgepackt»
Mit dem Thema «Ausgepackt!» standen 2025 Überraschung und Enthüllung im Mittelpunkt des Jahres. Die Schlosssaison startete am 29. März. An diesem kalten und regnerischen Frühlingstag kamen 700 Besucherinnen und Besucher ins Schloss; bei einer Maximalkapazität von 100 Personen musste sogar zeitweise Schlange gestanden werden.
Auf die Eröffnung hin präsentierte sich die Region innerhalb der Dauerausstellung im Dachstock des Schlosses mit einer grossen Landkarte, die das Werdenberg gegenüber von Liechtenstein und dem Vorarlberg abbildet. Die Karte zeigt auch historische Wappen und damit die gemeinsame Herkunft dieser Region links und rechts des Rheins. Sie dient im wahrsten Sinn des Wortes als Aufhänger in der Dachhalle, in der auch das Kantonsrelief aufgestellt ist. Ab nächstem Frühling wird sie mit Fernrohren, mit denen man in die Gemeinden blicken kann, sowie Stimmen aus den Dörfern ergänzt. Damit wird die Gegend noch präsenter im Schloss.
Höhepunkt der Saison war die Neuausgabe des Festivals Schlossmediale Ende Juni unter der neuen Leitung von Pascal Viglino. Auch die Neuauflage des Festivals blieb beim vom Kanton und vielen Stiftungen geförderten Programm der Alten und Neuen Musik und Kunst. Pascal Viglino vermengte die musikalischen Richtungen und Genres viel stärker als bisher – der interdisziplinäre Anspruch wurde eingelöst.
Das Schloss Werdenberg hat ausgepackt und eingepackt