Rund 60 Anwesende folgten der Einladung und erlebten eine Versammlung in offener und wertschätzender Atmosphäre. Präsident Simon Schneider führte durch den Anlass.
Die statutarischen Traktanden konnten speditiv behandelt werden. Protokoll und Jahresbericht wurden genehmigt, bevor inhaltliche Schwerpunkte in den Fokus rückten. Dabei wurde deutlich, dass sich der Verein in einem Spannungsfeld bewegt: Einerseits gilt es, wirtschaftlich zu handeln, andererseits bleibt die diakonische Ausrichtung, nämlich die Förderung von Begegnung, Unterstützung und Gemeinschaft, das zentrale Anliegen. Diese Balance bewusst zu gestalten, wurde als wichtige Aufgabe für die Zukunft hervorgehoben.
Die junge Generation für die Diakonie gewinnen
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Einbindung der nächsten Generation. Der Vorstand sieht es als entscheidend an, junge Menschen für die diakonische Arbeit zu gewinnen und ihnen deren Bedeutung und Werte näherzubringen. Nur so könne die langfristige Weiterführung der Dienste sichergestellt werden.
Auch die finanziellen Aspekte wurden thematisiert. Robert Tanner führte durch die Jahresrechnung und erläuterte die wichtigsten Entwicklungen. Dabei wurde betont, dass die Finanzen zwar notwendig seien, jedoch nicht das eigentliche Herz des Diakonievereins bilden. Erfreulich ist die Entwicklung im Bistrobereich: Die Umsätze zeigen eine steigende Tendenz. Besonders Firmenanlässe gegen Ende des Jahres sowie Events, Geburtstagsfeiern und Brunch-Angebote erfreuen sich wachsender Beliebtheit und tragen positiv zur wirtschaftlichen Situation des professionellen Gastrobetriebs bei.
Anja Graf folgt auf Esther Grässli
Ein besonderer Moment der Versammlung war die Verabschiedung von Esther Grässli, die während sechs Jahren für die Protokollführung verantwortlich war. Mit grossem Engagement und hoher Verlässlichkeit unterstützte sie die Arbeit des Vorstandes. Der Verein dankte ihr herzlich für die wertvolle Zusammenarbeit. Als ihre Nachfolgerin wurde Anja Graf, Sozialpädagogin und Familienfrau aus Buchs, gewählt. Die Versammlung zeigte sich erfreut über ihre Bereitschaft, dieses Amt zu übernehmen, und blickt zuversichtlich auf die künftige Zusammenarbeit. Die Wahl erfolgte einstimmig.
Die HV machte deutlich, dass der Diakonieverein Werdenberg auf einem stabilen Fundament steht und zugleich den Blick nach vorne richtet. Mit dem klaren Fokus auf seine sozialen und diakonischen Aufgaben und dem Einbezug von jungen Mitarbeitenden will der Verein auch künftig ein wichtiger Bestandteil in der Gesellschaft bleiben.
Diakonieverein: Zwischen Zahlen und Nächstenliebe