Die Werdenberger Ultratriathleten sind gestartet: Zwei Wege für ein Ziel | W&O

25.08.2022

Die Werdenberger Ultratriathleten sind gestartet: Zwei Wege für ein Ziel

In der Betreuung von Hildi Helbling und Robert Vuketic am Swissultra in Buchs gibt es Nuancen.

Von robert.kucera
aktualisiert am 28.02.2023
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[gallery ids="23434,23436,23438,23440,23442,23445,23446,23447,23448,23449,23450,23452,23453,23454,23456,23457,23458,23459" link="file"] Am Mittwoch erfolgte am Swissultra in Buchs der letzte Start. Die Athletinnen und Athleten des Quintuple one per day nahmen ihr Pensum in Angriff. Sie werden an fünf aufeinanderfolgenden Tagen jeweils einen Ironman pro Tag (3,8 km Schwimmen, 180 km Rad, Marathonlauf) absolvieren. Die in Grabs aufgewachsene Hildi Helbling und der in Buchs gross gewordene Robert Vuketic zählen in dieser Disziplin des Swissultra zum Starterfeld. Ihr Ziel ist klar: Nach fünf Tagen Sport die Ziellinie überqueren. Es herrscht Optimismus und Vorfreude vor dem Start im Schwimmbecken. So sagt Helbling:
Ich habe gut trainiert und bin parat – es kann losgehen. Ich bin auch relativ ruhig, für das ich sonst eher der nervöse Typ bin.
Lange auf den Moment der zweiten Teilnahme hat Vuketic gewartet. Corona machte ihm zweimal einen Strich durch die Rechnung. Nun kann er erfreut festhalten:
Ich bin froh, dass es nun endlich los geht, das ist cool. Ich hoffe, dass die Form sehr gut ist, mein Gefühl ist jedenfalls gut.

Bananenbrot, Chips und Gummibärchen

Beide verfolgen dasselbe Ziel. Und da sie in derselben Sportart unterwegs sind, ist die Herangehensweise und die Zusammenarbeit mit den Helfern vielfach deckungsgleich. Doch es lebe der feine Unterschied. Oft sind es nur Nuancen. So holt im Schwimmbecken Helbling vorzugsweise auf  ihrer linken Seite Luft, Vuketic tut es auf der rechten Seite. Der Buchser hat in der ersten Disziplin des Triathlons bereits seinen Einteiler an, den er den ganzen Tag tragen wird. Die Grabserin zieht sich zwischen den einzelnen Sportarten um. Punkto Material herrscht dagegen Einigkeit: Mehrere Schwimmbrillen, Turnschuhe und Kleidergarnituren lagern griffbereit in den Zelten, die Reservevelos sind einsatzbereit. Wobei Hildi Helbling das Rad ihres Mannes und Betreuers Dani Helbling erhält. Bei der Ernährung ist für beide Parteien der Einsatz von Sportlernahrung, die gut vom Körper verwertet werden kann, unerlässlich. Die Betreuer Dani Helbling und Chris Stoop füllen fleissig isotonische Getränke in Bidons und haben Esshäppchen oder Gels und Riegel bereit, sobald die Sporttreibenden am Zelt vorbeifahren. Vorlieben gibt es aber trotzdem: Hildi Helbling hat zwei Tage vor dem Start extra noch ein Bananenbrot gemacht, Robert Vuketic hat Gummibärchen und Chips mitgenommen.

Hier Glocke und Fahne, dort Gels in Reih und Glied

Den grössten Unterschied bei den Teams Helbling und Vuketic betrifft das Interieur des Zelts. Beim Buchser sieht alles sportlich-spartanisch aus. So stehen sämtliche Nahrungsmittel auf dem Tisch bereit – die drei Kartons mit verschiedenen Gels zentral in Reih und Glied. Heimeliger das Zelt der Helblings: Am Eingang hängt die Schweizer Fahne und eine Glocke, die Hildi Helbling eine Woche vor dem Ultratriathlon spontan gekauft hat. Im Inneren fallen als Erstes die Ausrüstungsboxen für jede einzelne Sportart auf. Die Nahrungsmittel befinden sich dagegen in einer Box im hinteren Bereich des Zelts. Dafür hat es sogar eine Fussmatte als Ausrüstungsgegenstand an den Swissultra geschafft. Eine gute Kommunikation zwischen Helfer und Athleten oder Athletin ist sehr wichtig. Die Sporttreibenden kündigen jeweils in der Runde zuvor an, was ihr Helfer vorzubereiten hat. Daneben steht auch das Anfeuern und Mut machen auf dem Programm. Jedenfalls bei Helblings. Dani Helbling erklärt:
Das ist wichtig für sie und aufbauend.
Deshalb hat er auch die Schriftzüge «Go, Go Hildi» und «Hopp Hildi» auf die Rennvelostrecke gepinselt. Anders bei Chris Stoop. Er hält fest:
«Bei uns geht es grundsätzlich ums Helfen. Doch ab und zu braucht’s einen dummen Spruch wie ‹mach mal vorwärts› oder ‹fahr schneller›. Wir sprechen  halt seit der Teeniezeit so miteinander.