Beinahe 1000 Personen haben in den letzten Wochen die Aufführungen der Theater Company im Diogenes Theater Altstätten besucht. Die Begeisterung sei gross gewesen und eine spontan angesetzte Zusatzvorstellung innert weniger Stunden ebenfalls ausverkauft gewesen, bilanziert das Ausbildungstheater der Freilichtbühne Rüthi in einer Mitteilung.
Das von Kuno Bont, dem «Urgestein der Freilichtbühne», inszenierte Stück «Die Verwandlung» sprach den Digitalstress für die älteren Menschen an und traf den Nagel auf den Kopf. Die als Persiflage angelegte Handlung – sinnigerweise von einer Stubenfliege (Dario Cantieni) erzählt – kam beim Publikum als griffiges, witziges und sehr unterhaltsames Schauspiel an. Das Publikum war von der Spielfreude des Ensembles begeistert, ebenso von den herrlichen Kostümen der Schauspielerinnen und Schauspieler sowie von der Kreativität in der Vermittlung dessen, was das Stück ausdrücken wollte.
Das Tier in jedem offenbart
Ein Höhepunkt der Aufführung bildete der Schlussauftritt der Spielenden, die sich – mit dem Fortgang des Stückes immer mehr absehbar – von Menschen in Tiere verwandelten. Grosses Erstaunen lösten dabei die kunstvollen Masken aus, die unter der Leitung von Thomas Pitsch in der Malia Stiftung in Altstätten entstanden waren. Viel Applaus ernteten jeden Abend auch die Kostüme von Renate Arends und Steffanie Lombardo. Die von Bernarda Mattle entworfenen Tierfiguren hatten es dem Publikum so sehr angetan, dass Vereinzelte beim Verlassen des Theaters noch ganz schnell die eine oder andere Maske berühren wollten.
Das von Regisseur Kuno Bont gemeinsam mit seiner Assistentin Christina Xenia Klein inszenierte Stück sprühte von Tempo, humorvollen Anspielungen und lustig-nachdenklichen Entlehnungen aus dem Alltagsgeschehen. Den beiden war es innert kürzester Zeit gelungen, eine echte Theaterfamilie zu formen und bei den Beteiligten die Freude am Theaterspielen zu wecken.
Ausserordentliches erreicht
«Wir haben etwas Ausserordentliches erleben dürfen – etwas, was wir uns in den wildesten Träumen nie vorgestellt haben», fasst ein Mitglied aus dem Ensemble das Erlebte zusammen.
Möglich war dies nur, weil jeden Abend auch viele Helferinnen und Helfer für die Produktion im Einsatz standen: Lichtoperateur Guido Poznicek, Tonoperateur Steffan Arends, die umsichtige Diogenes-Wirtin Manuela Stieger, Dee Sieber (Tickets) und all die guten Hände, die im Backstagebereich beim schnellen Umziehen und Verkleiden halfen.
Die Theater Company blickt dankbar zurück und dankt allen Mitwirkenden, den Sponsoren und Förderinstitutionen, dem elektrisierenden Ensemble, den kreativen Geistern im Hintergrund und nicht zuletzt dem Diogenes Theater für die gewährte Gastfreundschaft und die unkomplizierte Zusammenarbeit. (pd)
Eine Theaterfamilie auf Erfolgskurs