Dieser Tage führte die Werdenberger Jägervereinigung in der landwirtschaftlichen Schule in Salez ihre ordentliche Hauptversammlung durch. Neben den zahlreich erschienenen Mitgliedern durfte Präsident Mirco Rossi auch Regierungspräsident Beat Tinner unter den Gästen begrüssen. Der ganze Abend wurde musikalisch begleitet von den Werdenberger Jagdhornbläsern.
In seinem Rückblick erinnerte Rossi an die Anlässe der Vereinigung, die letztes Jahr stattgefunden hatten. So stand im Frühjahr ein Ausbildungsabend auf dem Programm, an dem sich die interessierte Jägerschaft über die Herausforderungen rund um Seuchen wie Afrikanische Schweinepest und Tuberkulose informieren konnte. Eine Kräuterwanderung führte ins Malschüel. Unter fachkundiger Führung wurde aufgezeigt, was alles am Wegrand und unter dem Hochsitz wächst und für welche Gebrechen all diese Kräuter, Sträucher und Bäume genutzt werden können. Der Präsident kommentierte: «Es ist eigentlich verrückt – die beste Apotheke finden wir draussen vor der Tür.»
Neben dem Rückblick stand auch ein Ausblick aufs neue Jagdjahr im Fokus. Dieser war vor allem von einem Thema geprägt, nämlich dem angekündigten Nachtrag zum Jagdgesetz auf kantonaler Ebene. Mirco Rossi forderte die Anwesenden auf, mit kritischen Rückmeldungen nicht zurückzuhalten. Denn nur so könne eine breit abgestützte Vernehmlassungsantwort abgegeben werden.
Jahrelanger Einsatz für die Jägerschaft
Ein besonderer Punkt auf der Traktandenliste war die Ernennung eines neuen Ehrenmitgliedes. Der Präsident machte es spannend und deutete die zu ehrende Person zunächst nur mit kryptischen Hinweisen an. Doch schnell war den Mitgliedern klar, wer gemeint ist: Sepp Lenherr wurde für seinen jahrelangen Einsatz für die Werdenberger Jäger mit dem Titel des Ehrenmitgliedes geehrt. Mit gewohnter Zurückhaltung, aber sichtlich gerührt, nahm der Nominierte das Geschenk entgegen.
Zum Ende der Versammlung richtete Regierungspräsident Beat Tinner ein paar Worte an die Versammlung. Neben einem Gruss aus der St. Galler Pfalz bedankte er sich als Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements für den Einsatz der Jägerschaft.
Wildtiere werden immer öfter gestört
Die Jägerschaft setze sich ganzjährig mit grossem Engagement für das Wild ein. Sei es bei Wildzählungen, Hegearbeiten, bei der Rehkitzrettung oder der Sensibilisierung der Bevölkerung. Die wachsende Zahl an Freizeitaktivitäten führe zu vermehrten Störungen der Wildtiere. Deshalb seien Massnahmen wie Wildruhezonen und eine angepasste Waldplanung wichtig, so Tinner.
Beim anschliessenden Aser kamen die Jägerinnen und Jäger in geselliger Runde zusammen, pflegten ihre Kameradschaft und liessen den Abend in festlicher Stimmung ausklingen.
Einsatz für Wildtiere wird immer wichtiger