Neun Kandidierende hatten sich für die sieben Sitze gemeldet. Gewählt sind Leonard Christen (17, Sennwald), Nicole Fluri (21, Sax), Manoah Keller (16, Haag), Mario Leuzinger (15, Frümsen), Ana Schmid (16, Sax), Juliana Tinner (12, Sennwald) und Luis Widakovich (14, Sennwald). Erste Ersatzrätin ist Gianna Frei (12, Salez). Sie rückt nach, falls jemand aus dem Rat zurücktritt. Mit der zwölfjährigen Juliana Tinner und der 21-jährigen Nicole Fluri deckt der Rat die ganze mögliche Altersspanne von zwölf bis 21 Jahren ab.
Kandidierende stellten erst ihre Ziele vor
Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, stellten sich die Kandidierenden in der Aula des Schulzentrums Türggenau zuerst vor. Sprich, wer sie sind, warum sie in den Jugendrat wollen und wofür sie sich einsetzen möchten. Wählen durften alle Jugendlichen zwischen zwölf und 21 Jahren aus Sennwald, Sax, Frümsen, Salez und Haag.
Während die Stimmen ausgezählt wurden, richtete Gemeindepräsident Bertrand Hug ein Grusswort an die Versammlung. Er gab den Kandidierenden mit auf den Weg, dass der Jugendrat als eine Stimme die Jugend in der Gemeinde geschlossen vertreten kann, wies auf mögliche Spannungsfelder wie Interessensspannbreiten sowie das Kollegialitätsprinzip hin und betonte die Chancen, die sie gemeinsam wahrnehmen können.
Der Jugendrat wurde auf Grundlage des Reglements gebildet, das von der Jugendkommission erarbeitet und vom Gemeinderat im Frühjahr 2026 erlassen wurde. Er hat ein eigenes Budget, über das er selbst entscheidet. Ein Amtsjahr dauert ein Kalenderjahr – das erste beginnt am 1. Januar 2027.
Jugendarbeit begleitet, hat aber keine Stimme
Die Offene Jugendarbeit Sennwald begleitet den Jugendrat mit beratender Stimme; abstimmen dürfen nur die Jugendlichen. Zu einzelnen Themen kann der Jugendrat Arbeitsgruppen bilden, in denen auch nicht gewählte Jugendliche mitarbeiten können.
In den kommenden Wochen trifft sich der Jugendrat zu seiner ersten Sitzung, um sich zu konstituieren. Worum es danach gehen dürfte, habe sich schon an der Versammlung gezeigt. In ihren Vorstellungen sprachen die Kandidierenden von Gleichberechtigung, von mehr Freizeitmöglichkeiten und davon, dass Jugendliche in der Politischen Gemeinde mitreden können.
Erster Sennwalder Jugendrat gewählt