Erstes Ausrufezeichen: E-Mountainbikerin Nicole Göldi fährt aufs Podest | W&O

25.04.2022

Erstes Ausrufezeichen: E-Mountainbikerin Nicole Göldi fährt aufs Podest

Im zweiten Weltcuprennen von Monaco klassierte sich die Weltmeisterin aus Sennwald auf Platz drei.

Von robert.kucera
aktualisiert am 28.02.2023
Am Samstag und Sonntag erfolgte mit zwei Rennen der Auftakt zur Weltcupsaison. «Es ist etwas ganz anderes als sonst», zieht Nicole Göldi nach den Rennen den Vergleich zum normalen Mountainbike und ergänzt:
Ich muss erst mal reinkommen.
Anlaufschwierigkeiten bei der Weltmeisterin? Was auf den ersten Blick erstaunt, wird bei genauerer Betrachtung verständlich. Denn auf internationalem Parkett bestritt Göldi in Monaco erst den zweiten und dritten Wettkampf der Karriere mit dem E-Mountainbike. Ihr Premierenrennen gewann die Sennwalderin und wurde Weltmeisterin.

Konzentrationsfehler kosteten Platz eins

Für ganz nach vorne reichte es Nicole Göldi zum Auftakt nicht. Sie lag zwar an beiden Tagen vom Start weg in Führung. Doch dieser Zustand hielt nicht an. Am Samstag wurde sie von einem platten Hinterreifen ausgebremst. «Danach hatte ich keine Chance mehr. Ich fuhr nicht mehr mit dem letzten Risiko und absolvierte eine Trainingsfahrt unter Wettkampf­bedingungen.» Denn durch den Regen war die äusserst anspruchsvolle Strecke noch schwieriger zu fahren, und es kam zu zahlreichen Stürzen. Letztlich resultierte für Göldi Rang fünf.
 Im ersten von zwei Weltcuprennen waren die Bedingungen besonders schwer, wie Nicole Göldi festhält.
Im ersten von zwei Weltcuprennen waren die Bedingungen besonders schwer, wie Nicole Göldi festhält.
Bild: PD
Tags darauf die Steigerung: Die 19-Jährige erreichte mit Rang drei ihren ersten Weltcuppodestplatz. Erneut glückte ihr der Start, wie sie Auskunft erteilt:
Bis zur vierten Runde lag ich sogar alleine in Führung.
Doch die Konkurrenz war ihr auf den Fersen, sie spürte den steten Druck, den sie als permanenten Stress bezeichnet. Dieser führte zu zwei folgenschweren Konzentrationsfehlern, mit denen sie zunächst Rang eins und wenig später auch den zweiten Platz Preis gab. In beiden Fällen musste sie vom Rad steigen – ein weitaus zeitraubenderes Manöver als mit dem normalen Mountainbike. «Denn man braucht länger, bis man wieder im Schuss ist.»

Ein lehrreiches erstes Rennwochenende

Doch die Sennwalderin ist mit dem Wochenende zufrieden: «Ich bin nicht enttäuscht. Die Leistung war gut, und wir haben viel gelernt und wissen nun, woran wir arbeiten müssen.» Schritt für Schritt wollen sie und ihr Team in dieser Sportart Fuss fassen. Dies geschieht aber nicht ambitionslos:
Mein Ziel ist es, im Gesamtweltcup aufs Podest zu fahren.
Mit Platz drei am Sonntag hat sie sich bestens empfohlen dafür. Dazu kommt die Titelverteidigung an den Weltmeisterschaften. Wie sie einschätzt, ist der Gewinn von Gold aufgrund der Konkurrenz ungleich schwerer als 2021.