Vergangenes Jahr sind bereits Präsident Martin Graf, Synodenmitglied Ruth Frei und Vizemesmerin Cäcilia Eggenberger ausgeschieden. Nun haben auch Synodenmitglied Irene Hanselmann und die Ressortleiterin für Kinder, Jugend, Familien und Konfirmanden ihren Rücktritt angekündigt. Kurz gesagt: An der Kirchgemeindeversammlung vom kommenden Sonntag müssen gleich fünf Vakanzen besetzt werden: das Präsidium, die Ressortleitung «Jugend», die Ressortleitung «Familie & Kinder», ein Mitglied für die Synode sowie eine Mesmerin oder ein Mesmer für Gretschins.
Wie die Kirchgemeinde in ihrem Jahresbericht schreibt, wird die Kirchenvorsteherschaft (Kivo) wohl weiterhin ohne Präsidenten auskommen müssen. Das vergangene Jahr habe aber gezeigt, dass die enge Zusammenarbeit des Vizepräsidiums, der Kivo und eines externen Organisationsberaters gut funktioniert. Auch finanziell sah es im vergangenen Jahr gut aus: Der Aufwand lag mit rund 1,25 Millionen Franken 12,9 Prozent unter dem Budget – allerdings auch der Ertrag mit gut 1,09 Millionen Franken (Finanzausgleich nicht berücksichtigt; 5 Prozent unter dem Budget). Nichtsdestotrotz musste die Kirchgemeinde deutlich weniger Geld aus dem Finanzausgleich beziehen als erwartet. Dies liegt unter anderem an den geringeren Personalkosten. So hat etwa Pfarrer Marcel Cavallo sein Pensum auf 35 Prozent reduziert.
60'000 Franken für das Pfarrhaus Azmoos
Insgesamt investierte die Kirchgemeinde vergangenes Jahr 31'850 Franken in (Um-)Bauprojekte. Darunter eine neue Beschallungsanlage für die Kirche Azmoos für 14'200 Franken. 2026 steht eine weitere grössere Investition an: Die Terrasse des Pfarrhauses in Azmoos ist nicht mehr dicht. Eine Renovation würde 60'000 Franken kosten, wovon ein Drittel aus dem Eigenkapital, zwei Drittel aus dem Finanzausgleich finanziert würden. Der Kredit steht an der Kirchgemeindeversammlung zur Abstimmung.
Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde: Fünf Vakanzen und ein Kreditantrag