Klirrende Tassen, wackelnde Schränke, «zu Tode erschrockene Personen» und sogar ein ausgestopfter Gamskopf, der von der Wand eines Jägers gefallen ist: Am Donnerstagvormittag hat es in vielen Häusern in der Region mächtig gescheppert. Wie die Zeitung «Sarganserländer» auf ihrem Onlineportal berichtet, meldeten sich bei der Redaktion gleich mehrere Personen und schilderten den Schreckmoment. Sie habe zuerst geglaubt, die «Churfirsten» seien explodiert, beschrieb eine Leserin den Vorfall gegenüber dem «Sarganserländer». Auch die Glarner Kantonspolizei meldete rund ein Dutzend besorgte Anrufer.
Flugzeug kontrolliert
Schuld am Spektakel waren zwei F/A-18-Kampfjets, wie ein Mediensprecher der Schweizer Armee auf Anfrage gegenüber dem «Sarganserländer» sagte. Diese hätten sich auf einer sogenannten Live-Mission befunden und dabei ein ausländisches Diplomatenflugzeug kontrolliert. Dabei sei es zu den beiden Überschallknallen gekommen.
Bei einem solchen Einsatz handle sich quasi um eine Verkehrskontrolle in der Luft, bei der überprüft werde, ob ein Flugzeug im Schweizer Luftraum tatsächlich mit den gemeldeten Angaben (Flugzeugtyp etc.) übereinstimme. Die Armee führe jährlich rund 200 solcher Kontrollen durch. Eine Gefahr für die Sicherheit der Bevölkerung habe nicht bestanden.
«Explosionen» erschreckten am Donnerstagvormittag die Bevölkerung