Am Sonntagmorgen, 26. Juli, machte sich die kleine Truppe des VMC Grabs auf den Weg zu ihrer traditionellen Dreitagesrundfahrt. Petrus schien allerdings anderer Meinung zu sein und begrüsste die Radfahrer mit strömendem Regen. Unbeeindruckt wurden die Fahrräder verladen, denn ein bisschen Wasser hält gestandene Velofahrer bekanntlich nicht auf. Ziel war in diesem Jahr die Bodenseeregion rund um das Deggenhausertal in Baden-Württemberg. Schon bald wurde der Ausgangspunkt Wittenhofen erreicht und zur ersten Tour gestartet.
Giftige Steigungen und kurze Abfahrten
Kaum waren die ersten Kilometer absolviert, zeigte sich die Sonne dann doch noch. Sanft geschwungene Hügel, gelbe Wiesen, Obstbäume und grössere Waldflächen wechselten sich ab. Dazwischen lagen kleine Dörfer und verstreute Höfe. Grosse Getreide- und Maisfelder prägten die Landschaft, während der Blick bis zu den Alpen schweifte – sofern man nicht gerade mit der nächsten Steigung beschäftigt war. Den Abschluss des ersten Tages bildete eine zehn Kilometer lange Abfahrt auf verkehrsarmen Strassen und schön angelegten Radwegen. Endlich durfte man einmal rollen lassen und so tun, als hätte man sich die Höhenmeter locker verdient.
Der zweite Tag hatte es dann in sich. Längere Anstiege mit giftigen Steigungen wechselten sich mit kurzen Abfahrten ab – gerade lang genug, um den Puls etwas zu beruhigen, bevor die nächste Rampe wartete. Ziel war der hoch über dem Bodensee gelegene Ort Heiligenberg. Die tolle Fernsicht entschädigte für die Regendusche unterwegs und liess die Steigungsprozente zumindest für einen Moment vergessen. Die längste Abfahrt führte nach Salem. Ab hier prägten weite Felder sowie Obstplantagen mit Kirschen, Zwetschgen und Äpfeln die Landschaft. Weiter ging es durch hügelige Kulturlandschaften nach Hagnau direkt am Bodensee, wo eine wohlverdiente Erfrischungspause eingelegt wurde. Der letzte Abschnitt führte den VMC Grabs nochmals über einige Hügel zurück nach Wittenhofen – schliesslich sollte niemand auf die Idee kommen, der Tag sei zu einfach gewesen.
Schöne Eindrücke und zusätzliche Kilometer
Am dritten Tag führte die Route über hügelige Landschaften mit Wäldern, Wiesen, Obstplantagen und vor allem Hopfengärten über Markdorf und Meckenbeuren nach Tettnang, einem schönen Städtchen mit lebendiger Geschichte. Nach einem gemütlichen Imbiss ging es zurück zur Unterkunft und anschliessend auf die Heimreise. Alle kehrten gesund nach Hause zurück – mit vielen schönen Eindrücken, einigen zusätzlichen Kilometern in den Beinen und der beruhigenden Gewissheit, dass Steigungen irgendwann tatsächlich ein Ende haben.
Fernsicht entschädigte für Regen und Strapazen