Ende September stimmte die Bürgerschaft der Alpkorporation Mols dem Bau eines Naturspeichersees auf ihrem Grundeigentum beim Stellisattel zu. Nach diesem Entscheid können die Bergbahnen Flumserberg nun ihr Beschneiungsprojekt vorantreiben und das Baugesuch einreichen, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt.
Die Pisten am Flumserberg erstrecken sich über eine Höhenlage von 1200 m im Tannenheim bis auf 2222 m auf dem Leist und sind mehrheitlich nordexponiert. Die Bergbahnen Flumserberg sind deswegen überzeugt, dass der Wintersport hier eine Zukunft hat. Die Investitionen in die technische Beschneiung seien dazu ein Schlüsselfaktor, wird Peter Staub, CEO der Bergbahnen Flumserberg, zitiert.
Dank mehr Wasser effizienter beschneien
Der geplante Naturspeichersee weist ein Volumen von 98’000 Kubikmetern auf. Teil des Projekts sind weiter eine Pumpstation, eine Kühlturmanlage sowie Feldleitungen zum Anschluss des Sees an die bestehende Beschneiungsanlage. Mit dem neuen Speichersee auf der Maschgenkamm-Seite wird es laut Verwaltungsratspräsident Guido Mätzler möglich sein, die wichtigsten Pisten des Skigebiets innert 72 Stunden einzuschneien: «Bei kürzer werdenden Kältefenstern ist Schnelligkeit ein bedeutender Faktor.»
Gebaut werden soll der Naturspeichersee Stellisattel südöstlich ob den bestehenden Naturseen Grosssee und Heusee, östlich der Bergstation Stelli, im Kreuzungsbereich einiger Skipisten vom Stellisattel. Dank dem auf 1770 m gelegenen Naturspeichersee kann mit Eigendruck, also ohne Energieaufwand, unterhalb von 1600 m beschneit werden. Bislang wird das dafür nötige Wasser aus den Naturseen Grosssee und Heusee bezogen, die mit dem Bau des neuen Naturspeichersees entlastet werden.
Bund und Kanton fördern das Projekt im Rahmen der Neuen Regionalpolitik mit einem Darlehen. Das Wintersportgebiet Flumserberg sei wegen seiner Grösse wichtig für den Kanton St. Gallen und die Region Sarganserland-Werdenberg, wird Regierungsrat Beat Tinner, Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements, zitiert, «und das soll auch so bleiben».
Für reichlich Schnee: Bergbahnen bauen einen weiteren Speichersee