Kurz nach 14 Uhr meldete ein Anwohner des Gässeliwegs der Polizei, dass sein Nachbar überfallen und verletzt worden sei. Die erste Polizeipatrouille vor Ort fand am Wohnort des 73-jährigen Mannes drei weitere, teils schwer verletzte Personen. Es handelte sich um drei Frauen im Alter von 57, 65 und 87 Jahren (der W&O berichtete).
Nach der medizinischen Erstversorgung wurden die 65-Jährige und die 87-Jährige von der Rega und der Alpine Air Ambulance ins Spital geflogen. Die 57-Jährige und der 73-Jährige wurden vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.
Ein Serbe steht unter dringendem Tatverdacht
Anlässlich einer Nahfahndung wurde im Bereich der Giessenstrasse in Au eine Person angehalten. Es handelte sich um einen 51-jährigen Serben ohne Wohnsitz in der Schweiz. Im Verlaufe der Abklärungen erhärtete sich der dringende Tatverdacht, dass er mit dem Gewaltdelikt in Verbindung steht, heisst es in einer Medienmitteilung der Kantonspolizei St.Gallen vom Freitagvormittag.
Der 73-jährige Mann und die 57-jährige Frau waren im Mehrfamilienhaus wohnhaft. Die 65-Jährige und die 87-Jährige waren zu Besuch im Haus. Sie sind alle Schweizer Staatsangehörige.
Im Einsatz standen mehrere Patrouillen und Fachspezialisten der Kantonspolizei St.Gallen, der Rettungsdienst mit medizinischem Fachpersonal und Notarzt sowie je ein Rettungshelikopter der Rega und der Alpine Air Ambulance. Die Feuerwehr war für die Patientenbergung und die Absperrung mit rund 20 Angehörigen ausgerückt.
Verletzungen entstanden nicht durch Schüsse
Die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen rückte ebenfalls vor Ort aus. Unter ihrer Leitung hat die Kantonspolizei St.Gallen die Ermittlungen aufgenommen. Die Rolle des 51-jährigen Serben ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Ebenso werden die Hintergründe, das Tatmotiv und die Frage geklärt, ob weitere Personen involviert sind. Aufgrund der laufenden Ermittlungen können zu den Verletzungen keine genaueren Angaben gemacht werden. Schussverletzungen können zum aktuellen Zeitpunkt jedoch ausgeschlossen werden, schreibt die Polizei.
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