Hilfsbrücke am Anschluss Buchs: Baustart am kommenden Montag | W&O

Buchs vor 7 Stunden

Hilfsbrücke am Anschluss Buchs: Baustart am kommenden Montag

Die provisorische Überführung über die A13 soll laut Astra die Aufrechterhaltung des Verkehrs bis zum Ende des Ersatzneubaus der bestehenden Brücke sichern. Es wird jedoch zu verkehrstechnischen Einschränkungen kommen.

Von PD/W&O-Redaktion
aktualisiert vor 7 Stunden

Das Astra sanierte bis Ende 2025 den Abschnitt der Rheintalautobahn A13 zwischen Trübbach und Haag. Nachdem die Arbeiten auf der Stammstrecke abgeschlossen sind, steht nun der Anschluss Buchs im Fokus. Der zwischen 1976 und 1978 erstellte Anschluss ist heute insbesondere auf der Buchser Seite überlastet, zudem bestehen regelmässig Probleme beim Knoten Langäulistrasse bezüglich der Verkehrsführung. Dringender Sanierungsbedarf bestehe zudem an der Brücke über die Autobahn, die altersbedingte Mängel aufweist, unterstreicht das Astra. Bereits vor rund vier Jahren wurden an dieser im Rahmen einer Begehung bedeutende Schäden festgestellt.

Der Anschluss Buchs soll umfangreich umgebaut werden.
Der Anschluss Buchs soll umfangreich umgebaut werden.
Corinne Hanselmann

Der Anschluss Buchs soll deshalb umfangreich umgebaut werden. Vorgesehen ist der Abbruch und Neubau der Überführung, die Erstellung eines lichtsignalgesteuerten Knotens Langäulistrasse sowie die Trennung von Langsamverkehrsrouten und dem motorisierten Verkehr. Ziel ist es, die Infrastruktur umfassend zu erneuern, die Staustunden am Anschluss zu reduzieren sowie die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen.

Bauarbeiten an Hilfsbrücke bis Herbst 2026

Die verkehrlichen Anpassungen der Knoten und der Neubau der Überführung über die Autobahn sind verfahrensbedingt erst ab Herbst 2027 vorgesehen. Aufgrund des dringenden Sanierungsbedarfs der Brücke wurde deshalb entschieden, eine Hilfsbrücke mit drei Fahrstreifen und einem einseitigen Geh- und Radweg südlich der heutigen Überführung aufzubauen, über die der Verkehr bis zur Fertigstellung der neuen Überführung fliessen wird. Die Arbeiten hierzu beginnen am 13. April 2026 mit der Absenkung der Fahrbahnen und dauern mit dem Abbruch der bestehenden Überführung bis November 2026.

In Fahrtrichtung Buchs wird es auf der Hilfsbrücke während der Bauzeit zwei Fahrstreifen geben, in Fahrtrichtung Schaan nur noch einen. Der Bau der Hilfsbrücke sowie deren Betrieb bis zum Abschluss des Neubaus wird somit zu verkehrlichen Einschränkungen am Anschluss führen.

In der ersten Phase bis Herbst 2026 werden Teilsperrungen des Anschlusses sowie Spurverschwenkungen auf der A13 notwendig, über die jeweils zeitnah informiert wird. Ebenfalls betroffen ist der Langsamverkehr, der Abschnitt entlang des Werdenberger Binnenkanals (Kanalweg) wird im Bereich des Anschluss Buchs während der gesamten Bauzeit geschlossen bleiben. Die Autobahnüberführung wird phasenweise nur einseitig begehbar sein.

Gesamtkosten von 65 Millionen Franken

Die Gesamtkosten des Umbaus des Buchser Autobahnanschlusses belaufen sich auf rund 65 Millionen Franken. Gut zwölf Millionen davon fallen auf die zu erstellende Hilfsbrücke. Der Grossteil dieser Kosten (55 Millionen Franken) wird über den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds NAF finanziert und damit vom Astra übernommen. Der Kanton St. Gallen sowie die Gemeinde Buchs beteiligen sich mit insgesamt knapp zehn Millionen Franken am Projekt.