Hilti wächst trotz Zöllen in den USA weiter | W&O

Region vor 6 Stunden

Hilti wächst trotz Zöllen in den USA weiter

Der Umsatz stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1,9 Prozent in Lokalwährungen. Aufgrund anhaltend hoher Investitionen und negativer Währungseffekte sank das Betriebsergebnis um 5,3 Prozent.

Von red
aktualisiert vor 6 Stunden
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Die Hilti Gruppe schloss das Jahr 2025 mit einem Umsatz von 6,3 Milliarden Schweizer Franken ab (-2.1 Prozent), wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.  Die starke Aufwertung des Schweizer Frankens führte zu einem negativen Währungseffekt von 4,0 Prozentpunkten auf den Umsatz.

Wegen anhaltend hoher Investitionen und negativer Währungseffekte sank das Betriebsergebnis um 5,3 Prozent auf  728 Millionen Franken. Der negative Währungseffekt auf das Betriebsergebnis betrug 38 Millionen Franken. Mit 516 Millionen lag der Reingewinn 8,0 Prozent bzw. 45 Millionen unter dem Vorjahreswert (2024: 561 Millionen), einschliesslich eines negativen Währungseffekts von  74 Mio.

Die Umsatzrendite (ROS) ging leicht auf 11,6 Prozent zurück (2024: 12,0 Prozent), während die Kapitalrendite (ROCE) um 1,1 Prozentpunkte auf 11,8 Prozent sank (2024: 12,9 Prozent). Der freie Cashflow erreichte 545 Millionen Franken. (2024: 379 Millionen). Der Umsatz in der Region Amerika stieg um 9,3 Prozent in Lokalwährungen.

Trotz des dynamischen Zollumfelds wurde im US-Markt ein solides zweistelliges Wachstum erzielt. In Europa ging der Umsatz in einer insgesamt schwachen Baukonjunktur zurück (-1,9 Prozent in Lokalwährungen). Die Region Mittlerer Osten / Afrika verzeichnete ein Wachstum von 12,9 Prozent in Lokalwährungen, angetrieben durch die zunehmende Bautätigkeit im Mittleren Osten. In Asien/Pazifik ging sank der Umsatz um 2,1 Prozent in Lokalwährungen, hauptsächlich aufgrund des schwierigen Umfelds in Nordasien.

Unternehmen investiert weiter

Die Hilti Gruppe hat 2025 weiterhin stark in Innovation investiert und mehr als 70 neue Produkte und Services auf den Markt gebracht. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 459 Mllionen, was 7,3 Prozent des Umsatzes entspricht. Das Softwaregeschäft gewann weiter an Dynamik: Der jährlich wiederkehrende Umsatz stieg um 28,0 Prozent und der etablierte Kundenstamm lag über 25 000.

Zudem wurde das Produktions- und Lieferantennetzwerk in Amerika, Osteuropa und Indien weiter ausgebaut, um die langfristige Widerstandsfähigkeit der Lieferkette in einem dynamischen und komplexen globalen Umfeld zu festigen.

Die Aussichten für 2026 sind verhalten

Für 2026 wird mit einer weiterhin unsicheren Entwicklung der globalen Bauindustrie gerechnet. Aufgrund der anhaltenden geopolitischen Instabilität und Handelsbarrieren dürfte der Schweizer Franken auch 2026 stark bleiben. Entsprechend der Strategie Lead 2030 werden Innovationen in den Bereichen Hardware, Software und Services weiter vorangetrieben. Darüber hinaus wird laufend in die kontinuierliche Verbesserung der Kundenerfahrungen investiert.

Für 2026 erwartet die Hilti Gruppe ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich in Lokalwährungen und ein ähnliches ROS-Niveau wie 2025.