Humor auf nostalgischen Kartengrüssen sind auch heute noch zum Schmunzeln | W&O

05.08.2022

Humor auf nostalgischen Kartengrüssen sind auch heute noch zum Schmunzeln

Auch in der W&O-Region wurde jener Humor gerne gesehen, der einst mit der Post per Karte ins Haus kam.

Von Hansruedi Rohrer
aktualisiert am 28.02.2023
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Dabei handelte es sich um die sogenannten Humorpostkarten, vielleicht ab und zu mit etwas Kitsch garniert, aber immer wurden derartige Helgen vom Absender mit Vergnügen unterschrieben und vom Empfänger ebenso verschmitzt gelesen.
 Der Ratschlag auf der alten Humorkarte war wohl gut gemeint.
Der Ratschlag auf der alten Humorkarte war wohl gut gemeint.
Entgegen der heutigen Zeit war das früher nicht anders möglich. Die derart vermittelten Grüsse und Sprüche aber wirkten bestimmt herzlicher.

Rare Karten interessieren auch Sammlerkreise

Die alten und raren Postkarten sind wohl schon Kult, die auch Sammlerkreise interessiert. Auf den Humorkarten war allerhand abgebildet. Da wurden zum Beispiel Kinder in mögliche und unmögliche Zusammenhänge gestellt, auch Tiere mussten herhalten. Etwa wie der Dackel mit Hut, Pfeife und Sonnenbrille. [gallery ids="21275,21278,21277" link="file"]

Romantik und Sehnsucht vermittelt

Trotzdem, oder gerade deswegen: SMS oder E-Mail machen heute die Sache nicht lustiger. Und es fehlt mit Bestimmtheit das, was einstige Karten zu vermitteln vermochten, nämlich Romantik, Sehnsucht und eben auch ein wenig Kitsch.
 Diese Szene spricht für sich: Nina Hilty erhielt diese Postkarte im September 1960 im Kurhaus Waldegg.
Diese Szene spricht für sich: Nina Hilty erhielt diese Postkarte im September 1960 im Kurhaus Waldegg.
«Nüüt isch äim zvill fürs Schätzli», heisst es beispielsweise auf einer Postkarte aus den Sechzigerjahren. Das Bild zeigt einen jungen Burschen, der sich gar weit über einen Felsen hinauslehnt, um Edelweiss für die Angebetete zu pflücken.
 Da heisst es wirklich still sein, wenn der Vater schweissgebadet seinen Namen schreiben muss. Bilder: Archiv Hansruedi Rohrer
Da heisst es wirklich still sein, wenn der Vater schweissgebadet seinen Namen schreiben muss. Bilder: Archiv Hansruedi Rohrer