Idee für Prämien der Krankenkassen | W&O

Schweiz • 08.10.2026

Idee für Prämien der Krankenkassen

Aus Sicht von Heinrich Tinner steuert die Schweizer Gesundheitspolitik seit Jahrzehnten in die falsche Richtung.

Von Heinrich Tinner
aktualisiert am 08.10.2026

Seit Frau Dreifuss als Bundesrätin eine langfristig deutliche Senkung der Gesundheitskosten prognostiziert hatte, steigen die Gesundheitskosten und Prämien. Mit langfristig hat sie wohl nicht ein halbes Jahrhundert gemeint, aber vielleicht war es auch nur der Speck in der Falle, analog dem honigtriefenden Fixpreis von Frau Amherd. Die Begründungen sind nicht besser geworden, sie ähneln dem Gestammel eines Teenagers, dem Mitte Monat das Taschengeld ausgegangen ist.

So steuert man sehenden Auges dahin, wo eigentlich niemand hin möchte. Von einem Paradigmenwechsel (Modell Singapur) ist man weit entfernt, zu viele Eigeninteressen stehen im Weg.

Machen wir doch wenigstens ein Abonnement auf steigende Prämien, etwa nach dem Motto drei für zwei, wie im Detailhandel. Wer zwei Jahre steigende Prämien ohne Kassenwechsel und Vertragsänderungen akzeptiert, erhält das dritte Jahr ohne Aufschlag. Das wäre eine Motivation, wenigstens die 
Bürokratie einzudämmen.

Heinrich Tinner, Brand 1, 9468 Sax