Zum ersten Mal werden in der höchsten Schweizer Ringerliga Viertelfinals ausgetragen. Als Vierter der Gruppe A kriegt es der RC Oberriet-Grabs also mit dem Sieger der Gruppe B zu tun. Dies ist ausgerechnet der Nachbar RS Kriessern. Es kommt also zum Derby.
Gegensätze treffen aufeinander
Die erste Saisonhälfte könnte unterschiedlicher nicht verlaufen sein: Der RCOG hat in der starken Gruppe A alle sechs Begegnungen verloren. Kriessern dagegen setzte sich in der vermeintlich schwächeren Gruppe B souverän durch. Gegen die beiden Aufsteiger Weinfelden und Ufhusen feierte die RSK vier deutliche Siege. Auch gegen den Vorjahresvizemeister Einsiedeln behielten die Gelb-Schwarzen die Oberhand: Nach einem knappen 20:16-Erfolg im Hinkampf gewann Kriessern am vergangenen Samstag gegen die Klosterstädter deutlich mit 23:11 und sicherte sich damit den Gruppensieg.
Damit geht die Ringerstaffel Kriessern als klarer Favorit in das Derby. Alles andere als ein deutlicher Sieg der Gäste wäre eine Überraschung. Für den Ringerclub Oberriet-Grabs gibt es nach einer Saison mit vielen Ausfällen einen Lichtblick vor dem Playoff-Viertelfinal: Ilir Fetahu könnte seine Knieverletzung überwunden haben und am Samstag wieder auf der Matte stehen. Ob die Teamstütze tatsächlich schon wieder einsatzfähig ist, wird sich bei der Abwaage zeigen. So oder so wird der RC Oberriet-Grabs, wie bereits während der gesamten Saison, mit einer sehr jungen Mannschaft antreten.
Unterbruch wegen WM
Kampfbeginn ist am Samstag um 19 Uhr in der Bildstöcklihalle in Oberriet. Anschliessend pausiert die Liga wegen der Weltmeisterschaften der Elite in Kasachstan, an denen auch RCOG-Captain Andreas Vetsch teilnehmen wird. Der Viertelfinal-Rückkampf findet deshalb erst am 31. Oktober statt.
Die Sieger ziehen im Anschluss in den Halbfinal ein, wo das Los über die Gegner entscheiden wird. Die Verlierer kämpfen in den Playouts weiter. Hier wird jeder Rang ausgekämpft.
Im Viertelfinal-Derby sind die Rollen klar verteilt