Humion startet den Forschungsbetrieb und treibt die Entwicklung neuartiger Krebsimmuntherapien voran. Damit erreicht das 2023 gegründete Unternehmen einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Entwicklung neuartiger Krebsimmuntherapien, heisst es in einer Medienmitteilung. Humion entwickle die nächste Generation von Immuntherapien für die Behandlung solider Tumoren, mit einem ersten Fokus auf einer T-Zelltherapie gegen Lungenkrebs.
Humion verfolge das Ziel, die Krebsimmuntherapie durch die gezielte Identifikation besonders wirksamer T-Zell-Rezeptoren (TCR) und Antikörper aus Patienten mit aussergewöhnlich gutem Ansprechen auf Immuntherapien weiterzuentwickeln. Humion verfüge über eine eigene Biobank mit Proben von sogenannten «Super-Respondern».
Das Team verfüge zudem über umfassende Expertise in der Untersuchung der Immunantwort von Krebspatientinnen und -patienten und nutze diese, um relevante Tumorziele sowie hochspezifische TCRs und Antikörper zu identifizieren. Auf dieser Grundlage sollen perspektivisch standardisierte neuartige Immuntherapien gegen verschiedene Krebsarten entwickelt werden.
Das Unternehmen wurde 2023 von Prof. Dr. Lukas Flatz, Dr. Omar Hasan Ali und Dr. Fiamma Berner gegründet. Das Gründerteam verbindet langjährige Erfahrung in klinischer Onkologie, Krebsimmuntherapie, Tumorbiologie und T-Zell-Forschung. Im Februar 2026 stiess Dr. Daniel Risch als Late Co-Founder zum Team. Er bringt gemäss der Medienmitteilung seine Führungserfahrung aus Wirtschaft und Politik ein und unterstützt Humion insbesondere bei der strategischen und betriebswirtschaftlichen Weiterentwicklung.
Aufbau in Buchs wichtiger Entwicklungsschritt
Der Aufbau des Forschungsbetriebs in Buchs folgt auf eine Reihe wichtiger Entwicklungsschritte. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer Seed-Finanzierungsrunde im Juni 2025 konnte Humion im März 2026 ein hochkarätiges Scientific Advisory Board gewinnen, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Dieses besteht aus Prof. Dr. Dr. med. Markus Jörger, Professor für Medizinische Onkologie in St. Gallen und internationaler Experte für klinische Krebsimmuntherapie und frühe onkologische Studien, Prof. Dr. Dario Neri, Professor für Chemie und Biotechnologie an der ETH Zürich, Pionier auf dem Gebiet antikörperbasierter Krebstherapien sowie Gründer und CEO von Philogen, und Prof. Dr. med. Christoph Driessen, Professor für Onkologie und Hämatologie und Experte für zelluläre Immuntherapien und translationale Onkologie.
Ebenfalls im März 2026 erhielt Humion das Startfeld-Förderpaket. Im Mai trat das Unternehmen der Swiss Biotech Association bei und präsentierte seine Technologie an den Swiss Biotech Days 2026 in Basel. Damit konnte Humion sein Netzwerk innerhalb der Schweizer und internationalen Life-Science-Community weiter ausbauen.
Erstes klinisches Programm wird vorbereitet
Mit dem erfolgreichen Abschluss einer weiteren Finanzierungsrunde im Juni 2026 seien die Voraussetzungen für die nächste Entwicklungsphase geschaffen worden. Humion richte seine Aktivitäten auf die präklinische Entwicklung und die Vorbereitung eines ersten klinischen Programms aus. Seit August wird das Team in Buchs aufgebaut. und mit Prof. Dr. Thomas Meier und Dr. Mette-Triin Purde konnte neben dem Gründerteam die ersten Mitarbeitenden ihre Arbeit aufnehmen.
«Mit dem Start unseres eigenen Forschungsbetriebs in Buchs beginnt für Humion eine neue Phase. Wir schaffen damit die Voraussetzungen, unsere Technologie unter eigenen Laborbedingungen weiterzuentwickeln und die nächsten präklinischen Schritte vorzubereiten», sagt Prof. Dr. Lukas Flatz, Co-Founder von Humion. Dr. Daniel Risch, Co-Founder von Humion, ergänzt: «Wir konnten in den letzten Monaten die wissenschaftlichen, finanziellen und organisatorischen Grundlagen weiter stärken. Nun geht es darum, diese Voraussetzungen in konkrete Forschungsfortschritte zu übersetzen.»
Kampf dem Krebs: Entwicklung neuartiger Immuntherapien stehen im Fokus