Kampfwahl: Wird Alexander Ospelt neuer FIS-Präsident? | W&O

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Kampfwahl: Wird Alexander Ospelt neuer FIS-Präsident?

Am 11. Juni finden am FIS-Kongress in Belgrad Wahlen statt. Alexander Ospelt ist offizieller Präsidentschaftskandidat und bezeichnet seine Chancen als «nicht schlecht».

Von Philipp Kolb
aktualisiert vor 1 Stunde

Der Internationale Skiverband (FIS) veröffentlichte am Mittwoch eine Liste seiner fünf Präsidentschaftskandidaten für die Wahl am 11. Juni in Serbiens Hauptstadt Belgrad. Unter den Kandidaten ist auch der aktuelle FIS-Präsident, der umstrittene britisch-schwedische Unternehmer Johan Eliasch. Speziell dabei: Sowohl Schweden wie auch Grossbritannien haben ihn nicht nominiert. Gemäss FIS-Statuten ist es zwingend, dass der eigene nationale Verband eine Nomination unterstützt.

Eliasch ging darum einen speziellen Weg, wie internationale Medien berichten. Er soll erst in Armenien um einen Pass angeklopft haben, hat diesen nun aber von Georgien erhalten. Damit ist aus dem Doppelbürger nun ein Bürger von drei Nationen geworden, und Georgien stellt den ehemaligen Head-Chef auch als Präsidentschaftskandidaten auf.

Vor drei Wochen zur Kandidatur entschieden

Nebst Eliasch sind Alexander Ospelt (Liechtenstein), Anna Harboe Falkenberg (Dänemark), Dexter Paine (USA) und Victoria Gosling (Grossbritannien) Kandidatinnen und Kandidaten für das Präsidentschaftsamt. Ospelt galt bei der letzten Wahl 2024 inoffiziell eine Zeit lang als möglicher Sprengkandidat für die Präsidentschaft. Damals war Eliasch höchst umstritten und viele Verbände wollten ihn nicht mehr als Präsidenten. Vor allem der frühere ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel wollte ihn absetzen.

Ospelt erhielt diese Woche viele Reaktionen zu seiner Kandidatur, was ihn sehr freute. «Ich wurde im Januar vom Deutschen Skiverband (DSV) angefragt, ob ich mir eine Kandidatur vorstellen könnte. Dann fanden auch Gespräche mit dem ÖSV und Swiss Ski statt», erklärt der langjährige LSV-Präsident und Anwalt Ospelt und weiter: «Vor drei Wochen habe ich entschieden, dass ich mich zur Verfügung stelle.» Dies auch darum, weil weitere Nationen ihn bei der Wahl unterstützen wollen und die Chancen «nicht schlecht» seien.