Letzten Freitag fand die Versammlung der Kirchgemeinde Grabs-Gams statt. Rund 80 Personen fanden sich im Kirchgemeindehaus ein. Nach der Begrüssung durch Präsident Daniel Saluz richtete Pfarrer John Bachmann einige Gedanken zur «seelsorgerlichen Kirche» an die Anwesenden. Gerade in unsicheren Zeiten mit vielen offenen Fragen an die Gesellschaft und an sich selbst biete die Kirche Zuspruch, Trost, Beratung, aber auch Gemeinschaft und Miteinander.
John Bachmann wies bei dieser Gelegenheit auf verschiedene Gefässe in der Kirchgemeinde Grabs-Gams hin, bei denen Seelsorge, Momente der Besinnung und Stärkung in Gottesdiensten oder Gesprächskreisen für Jung und Alt angeboten werden.
Breites Angebot bei gesunden Finanzen
Beeindruckend vielfältig präsentiert sich auch der Jahresbericht der Kirchgemeinde. Die Kinder-, Familien- und Jugendarbeit ist nach wie vor ein wichtiger Fokus der beiden Gemeindeteile Gams und Grabs. Aber auch für Erwachsene und Senioren bietet sich eine breite Palette an verschiedenen Angeboten. Als ein wichtiger Treffpunkt hat sich das zit.kafi in Gams etabliert.
Der als «Quästor» anmoderierte Kassier Samuel Rhyner führte durch die Finanzzahlen der Kirchgemeinde. Mit einer positiven Abweichung von 6500 Franken gegenüber dem Budget komme die Verwaltungsrechnung 2025 einer Punktlandung gleich. Dank der raschen Abschreibung der Kosten für die Kirchensanierung könne ab 2027 wieder mit positiven Ergebnissen gerechnet werden. Um das Jahr 2030 dürfte die Überschuldung abgebaut sein.
In der Kirchenvorsteherschaft und im Präsidium ergaben sich keine Mutationen. Alle Mitglieder wurden einstimmig wiedergewählt und der grosse Einsatz für die Gemeinde herzlich verdankt. Auch die Geschäftsprüfungskommission wurde ohne Gegenstimme bestätigt. Für drei der vier frei gewordenen Sitze in der Synode wurden neue Kräfte gefunden. Mehr als 40 Jahre standen die bisherigen Synodalen im kantonalen Kirchenparlament im Einsatz. Das grosse Engagement wurde mit einem kleinen Präsent aus dem Weltladen verdankt.
Am Gottesdienst vom 28. Juni werden die bisherigen Amtsträgerinnen und Amtsträger verabschiedet und die neuen, Anna Krönert, Johannes Sonderegger und Thomas Gantenbein, offiziell in ihrer Funktion begrüsst.
Pfarrer John Bachmann wird im Sommer 2027 pensioniert. Als Nachfolge schlägt die Kirchenvorsteherschaft Michael Matter vor. Der Theologe arbeitet bereits seit 2020 als Jugendarbeiter und Religionspädagoge für die Kirchgemeinde. Aus der Gemeindeversammlung wurde die Frage nach einer ordentlichen Pfarrwahl gestellt. Präsident Saluz wies darauf hin, dass vorerst die Grundlagen für eine Ordination abgeklärt werden, um der Gemeinde anschliessend die Installation einer Pfarrwahlkommission vorzulegen.
Ideen für den Aggerbach gesucht
Bei den Mitteilungen konnte Thomas Gantenbein als Präsident der Baukommission die gelungene Kirchensanierung verdanken. Es stünden nur noch wenige Arbeiten an, so beispielsweise am vom Blitz malträtierten «Güggel» auf dem Kirchturm. Grössere Investitionen hingegen würde die Renovation des sogenannten Aggerbachs bedeuten, erläuterte Daniel Saluz.
Für das ehemalige Gemeindelokal am Gamserberg fehlten nach wie vor konkrete Nutzungsprojekte. Die Vorsteherschaft habe die rechtlichen Grundlagen und mögliche Verwendungszwecke abgeklärt. Für sinnvolle Nutzungsideen sei man weiterhin offen.
Mit einigen Hinweisen auf kommende Veranstaltungen, die allesamt auf der Website www.ekgg.ch zu finden sind, schloss der Präsident mit einem herzlichen Dank an die Kolleginnen und Kollegen der Vorsteherschaft, im Mitarbeiterteam, GPK, Synode sowie an die zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfer, welche die Kirchgemeinde Grabs-Gams so lebendig machen.
Kirchgemeinde: Ausgeglichene Rechnung und besetzte Mandate