Landesrechnung schliesst mit einem Gewinn von 224 Millionen Franken ab | W&O

14.04.2022

Landesrechnung schliesst mit einem Gewinn von 224 Millionen Franken ab

Die Regierung des Landes Liechtenstein stellt erfreut fest, dass der prognostizierte Rückgang auf der Ertragsseite als Folge der Covid-19-Pandemie nicht eintrat und demzufolge bereits das Ergebnis aus der betrieblichen Tätigkeit einen Gewinn von 46 Mio. Franken ausweist.

Von WO
aktualisiert am 28.02.2023
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  Mit einem Volumen von 902 Mio. Franken fielen die betrieblichen Erträge des Landes Liechtenstein deutlich besser aus als erwartet und übertrafen den Voranschlag um 160 Mio. Franken, was hauptsächlich auf höhere Erträge aus Steuern und Abgaben zurückzuführen ist. Dies teilt die Regierung des Landes Liechtenstein am Donnerstag mit. Mehreinnahmen gegenüber dem Voranschlag im Umfang von 74 Mio. Franken resultierten dabei alleine aus der Ertragssteuer der juristischen Personen. Dies unterstreicht, dass sich die liechtensteinische Wirtschaft trotz Pandemie als sehr robust und diversifiziert erweist, wie die Regierung weiter schreibt. Betriebliche Aufwand blieb unter dem Voranschlag Auf der Aufwandseite mussten nach dem Vorjahr auch im Berichtsjahr Mehraufwendungen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie verzeichnet werden. Diese konnten durch geringere Aufwendungen und Kostendisziplin in anderen Bereichen jedoch kompensiert werden, so dass der betriebliche Aufwand mit einem Volumen von 856 Mio. Franken um 7 Mio. Franken unter dem Voranschlag blieb. Planrendite wurde deutlich übertroffen Einen wesentlichen Anteil steuerte das Finanzergebnis mit einem Gewinn von 178 Mio. Franken zu diesem guten Ergebnis bei. Dies ist vor allem auf das Ergebnis auf das extern verwaltete Vermögen mit einer Rendite von 5.6 Prozent zurückzuführen, mit welchem die Planrendite von 2.5 Prozent deutlich übertroffen wurde, wie die Regierung weiter schreibt. Investitionsrechnung schliesst mit Nettoinvestitionen von 26 Mio. Franken ab Zusätzlich zum Aufwand aus der Erfolgsrechnung wurden im Berichtsjahr Bruttoinvestitionen im Umfang von 42 Mio. Franken in eigene Sachanlagen und immaterielle Anlagen vorgenommen und Investitionsbeiträge und Darlehenszahlungen ausgerichtet. Diesen standen investive Einnahmen von 16 Mio. Franken aus Darlehensrückzahlungen entgegen, so dass die Investitionsrechnung mit Nettoinvestitionen von 26 Mio. Franken abschliesst. Mittelzunahme beträgt in der Gesamtrechnung 228 Mio. Franken Das positive Ergebnis spiegelt sich auch in der Gesamtrechnung wider, welche die Mittelveränderung der Erfolgs- und Investitionsrechnung zusammenfasst. Während der Voranschlag noch von einer negativen Mittelveränderung von 31 Mio. Franken ausging, beträgt die Mittelzunahme in der Gesamtrechnung 228 Mio. Franken. Ausblick ist eingetrübt Das Ergebnis der Landesrechnung 2021 kann damit als sehr erfreulich betrachtet werden. Dennoch ist der Ausblick zum aktuellen Zeitpunkt eingetrübt. Einerseits konnte die Covid-19-Pandemie noch nicht vollständig überwunden werden und auf der anderen Seite drückten pandemiebedingte Lieferengpässe sowie geopolitische Spannungen bereits zu Beginn des laufenden Jahres auf die Wachstumserwartungen und die Entwicklungen an den Finanzmärkten, schreibt die Regierung des Landes Liechtenstein. Diese Effekte verstärkten sich durch  den Beginn des Krieges in der Ukraine nochmals deutlich. Zum jetzigen Zeitpunkt haben die humanitäre Hilfe, die Aufnahme von Flüchtlingen sowie die Friedensbestrebungen absolute Priorität. Auswirkung auf die Landesrechnung Es ist davon auszugehen, dass sich die wirtschaftlichen Folgen mittel- und langfristig auf die Landesrechnung auswirken werden, was sich unter anderem am Beispiel der Entwicklung der Energiepreise und der Notwendigkeit einer Energiewende bereits abzeichnet.