«Man braucht einen Ort, an den man zurücktreten und der Seele Raum geben kann.» | W&O

21.10.2022

«Man braucht einen Ort, an den man zurücktreten und der Seele Raum geben kann.»

Als Rückzugsort zum hektischen Spitalalltag wurde gestern der «Ort der Ruhe» vor dem Spital Grabs eröffnet.

Von lukas.hohmeister
aktualisiert am 28.02.2023
Ausgestattet mit mehreren Sitzgelegenheiten, einem plätschernden Brunnen, Sträuchern, einem ebenen Kiesweg, unter grossen Bäumen und inmitten grosser Steine steht unweit vom Haupteingang des Spitals Grabs seit gestern offiziell der sogenannte «Ort der Ruhe». Der «Ort der Ruhe» soll Offenheit, Geborgenheit und Stille vermitteln und stehe für alle offen, die das Bedürfnis nach einem Rückzugsort haben. Im Kontrast zum hektischen Alltag im Spital sei das «wichtig und zentral», so der CEO der Spitalregion RWS (Rheintal, Werdenberg, Sarganserland) Jochen Steinbrenner. Er erkannte:
Man braucht einen Ort, an den man zurücktreten und der Seele Raum geben kann.
 Jochen Steinbrenner betonte die Wichtigkeit eines Ruheorts im Kontrast zum hektischen Spitalalltag. Bld: Lukas Hohmeister
Jochen Steinbrenner betonte die Wichtigkeit eines Ruheorts im Kontrast zum hektischen Spitalalltag. Bld: Lukas Hohmeister
Einfach so ist das kleine Projekt jedoch nicht entstanden. In den Augen des CEOs waren dafür «drei Dinge nötig»: Die Unterstützung der Gemeinde Grabs, die Idee eines engagierten Mitarbeiters und die finanzielle Unterstützung der Anny Schoeller Stiftung aus Vaduz, welche an der Ruheort-Eröffnung durch den Grabser Stiftungspräsidenten Philipp Rohner vertreten war.

Eine Zwischenlösung bis der neue Garten steht

Am Anfang der Idee stand der Grabser und langjährige Spitalgärtner Werner Eggenberger. Seitdem der alte Garten im Jahr 2017 dem Neubau des Hauptgebäudes weichen musste, habe er sich für eine neue «Erholungsoase» eingesetzt, sagte er im Gespräch. Mit dem «Ort der Ruhe» konnte so nun eine Zwischenlösung gefunden werden, bis das Spital in Zukunft einen neuen, grösseren Garten bauen werde, teilte die Kommunikationsstelle des Spitals mit.
 Bis in den kommenden Jahren ein neuer, grösserer Garten gebaut wird, soll der Erholungsort als Zwischenlösung dienen.
Bis in den kommenden Jahren ein neuer, grösserer Garten gebaut wird, soll der Erholungsort als Zwischenlösung dienen.
Bild: Lukas Hohmeister
Während der Eröffnungs­rede betonte der Stiftungspräsident Philipp Rohner unter anderem, wie wichtig die Nachhaltigkeit bei der Umsetzung war. So fanden die «Bänklis», der Brunnen und die grossen Steine, welche bereits im Besitz des Spitals waren, ein zweites Leben auf dem Platz des Ruheorts. Mit der gestrigen Eröffnung ist das Projekt «Ort der Ruhe» jedoch noch nicht abgeschlossen. «Wir werden noch Zwiebelblumen pflanzen, welche wie wild wachsen werden. So wird hier in ein paar Jahren wieder eine Erholungsoase sein», ist sich der Grabser Gärtner sicher.
 Werner Eggenberger wurde für sein Engagement mit einem Geschenk belohnt.
Werner Eggenberger wurde für sein Engagement mit einem Geschenk belohnt.