Der Fischereiverein Obertoggenburg (FVOT) blickt nach eigenen Angaben auf ein äusserst positives Jahr 2025 zurück. Vereinspräsident Patrick Rutz fasst es in der Medienmitteilung zur Hauptversammlung wie folgt zusammen:
Die Fangzahlen sind gestiegen, die Fischerinnen und Fischer verhielten sich an den Gewässern vorbildlich und es gab kaum Zwischenfälle – eine sehr erfreuliche Bilanz
Die Sommermonate waren 2025 eher regenreich und deutlich weniger heiss als noch in den Vorjahren. Daher wurde einzig am 19. Juni in der Thur zwischen Unterwasser und Alt St. Johann ein Abfischen nötig. Mehrere Vereinsmitglieder siedelten damals 68 Forellen in wasserreichere Gewässer um und retteten sie damit vor dem Tod. Am 12. November wurde zudem der Stampfbach in Krummenau mit Jauche verschmutzt. Die Feuerwehr spülte den Bach anschliessend mit Frischwasser aus. Ein Fischsterben wurde vor Ort glücklicherweise nicht festgestellt, so der Verein.
194 Bachforellen mehr als noch im Jahr 2024
Im ganzen Vereinsgebiet wurden im letzten Jahr 943 Fische gefangen, davon 918 Bachforellen. «Das sind 194 Bachforellen mehr als im Vorjahr. Dieser Anstieg ist erfreulich und stimmt uns zuversichtlich», sagte Präsident Patrick Rutz und erklärte: Dank des regnerischen Sommers habe man auch kein Fischerei-Verbot erlassen müssen, was sicherlich auch zu den höheren Fangzahlen beigetragen habe. Der grösste Fang gelang einem Fischer, der eine Forelle mit einer Länge von 57 Zentimetern landen konnte. Patrick Rutz lobte die vorbildliche und nachhaltige Fischerei der 220 Vereinsmitglieder und betonte, das Verhalten an den Gewässern sei beispielhaft gewesen: Die Fischereiaufseher absolvierten 2025 über 160 Kontrollgänge und mussten dabei keinerlei Frevel feststellen.
Handy-App für Mitglieder und Gäste
Der digitale Fortschritt hält auch im Fischereiverein weiter Einzug. Die Handy-App «Angelroute» ist ab 2026 für alle interessierten Mitglieder zugänglich und für Gast-Fischer neu Pflicht. «Die App ist in zahlreichen Vereinen im deutschsprachigen Raum Standard. Sie ersetzt das Fangbuch und bietet viele Vorteile», führte Patrick Rutz aus. Die bequeme Erfassung gefangener Fische, die vereinfachten Abläufe für Fischer und Verein, der geringere administrative Aufwand und die transparente und zuverlässige Dokumentation seien nur einige Beispiele dafür. Bereits über die Hälfte aller Vereinsmitglieder hätten sich entschieden, ab diesem Jahr mit der App zu fischen.
Eine Neuerung beschloss der Vereinsvorstand gemeinsam mit dem kantonalen Amt für Natur, Jagd und Fischerei bezüglich der Gewässer-Bewirtschaftung: Oberhalb von Stein werden vorläufig keine Jungfische mehr ausgesetzt. In zwei Jahren soll dann geprüft werden, ob die natürliche Reproduktion in diesen Abschnitten funktioniert oder ob künftig wieder eine Bewirtschaftung nötig ist. Grundsätzlich soll nur noch ein Besatz in jenen Gewässern erfolgen, in denen sich die Fische nur ungenügend von alleine fortpflanzen können.
Neues Schonmass für Forellen
Ein Vereinsmitglied stellte an der Hauptversammlung den Antrag, das Mindestfangmass für Forellen (Schonmass) im ganzen Pachtgebiet auf 32 cm zu erhöhen. In den meisten Gewässern liegt es heute bei 25 cm, in einigen Streckenabschnitten dürfen bereits heute erst Forellen ab einer Grösse von 32 cm entnommen werden. Mit der Erhöhung des Schonmasses soll der vorhandene Forellenbestand verbessert und gesichert werden, argumentierte der Antragsteller. Eine Mehrheit der Vereinsmitglieder beschloss letztlich, das Forellen-Schonmass im ganzen Pachtgebiet auf 32 cm zu erhöhen.
Mehr Forellenfänge und Fischen via Handy-App