Mehrere hundert Liter Flüssigkeit ausgelaufen - keine Gefahr für die Fische im Kanal | W&O

27.07.2022

Mehrere hundert Liter Flüssigkeit ausgelaufen - keine Gefahr für die Fische im Kanal

Am Dienstag, kurz vor 8 Uhr, ist der Kantonspolizei St.Gallen ein Lastwagen im Nöllerli gemeldet worden, der Flüssigkeit aus seiner Ladung verloren hat. Die zuständige Feuerwehr konnte die Flüssigkeit auffangen und abpumpen.

Von Heini Schwendener/pd
aktualisiert am 28.02.2023
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Am Dienstagmorgen, kurz vor 8 Uhr, traf bei der Kantonspolizei St. Gallen die Meldung ein, dass ein Lastwagen im Nöllerli, bei der ARA Sennwald, Flüssigkeit aus seiner Ladung verloren habe.

Umschlagplatz ist gesichert

Gemäss der Mitteilung der Kantonspolizei vom Mittwoch flossen bei diesem Vorfall mehrere Hundert Liter Flüssigkeit aus. Ein Grossteil davon gelangte in die Kanalisation, denn der Umschlagplatz auf dem ARA-Gelände ist entsprechend gesichert. Allerdings floss auch ein Teil der Flüssigkeit auf eine Wiese und in den Werdenberger Binnenkanal. Die zuständige Feuerwehr konnte die Flüssigkeit auffangen und abpumpen.

Ein Betriebsmittel einer ARA

Der Vorfall ereignete sich, als ein 35-jähriger Chauffeur dabei war, ein Fällungsmittel aus seinem Lastwagen abzufüllen. Solche Mittel werden in einer ARA benötigt, um gelöste Substanzen (z. B. Phosphor) aus dem Abwasser auszufällen, das heisst in einen ungelösten und schwer löslichen Zustand zu überführen. Fällungsmittel sind also ein Betriebsmittel einer Abwasserreinigungsanlage.

Fachleute versichern: Keine Gefahr für Fische

Mutmasslich habe ein technischer Defekt während des Abfüllvorgangs dazu geführt, dass mehrere Hundert Liter der Flüssigkeit ausgeflossen seien, teilt die Kantonspolizei mit. Die ausgerückte Feuerwehr konnte das Fällungsmittel von der Wiese in die Kanalisation spülen und den Rest abpumpen. Gemäss dem Amt für Wasser und Energie bestand keine Gefahr für Fische. Nebst mehreren Patrouillen der Kantonspolizei St. Gallen und der Feuerwehr mit zehn Angehörigen standen auch Mitarbeitende des Amts für Umwelt, des Amts für Wasser und Energie sowie Vertreter der Gemeinde Sennwald im Einsatz.